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Fannie Mae mit erneutem Milliarden-Verlust

Washington (dpa) Die schwere Krise der zwei größten US-Hypothekenfinanzierer spitzt sich dramatisch zu. Branchenführer Fannie Mae erlitt im zweiten Quartal erneut ein Minus von 2,3 Milliarden Dollar (1,5 Mrd Euro). Der vierte Quartalsverlust in Folge fiel noch weit höher aus als befürchtet.

Fannie Mae mit erneutem Milliarden-Verlust

Hauptsitz von Fannie Mae in Washington (Archivfoto).

Wie zuvor der auch verlustreiche kleinere Bruder Freddie Mac streicht Fannie Mae die Dividende zusammen. Beide Institute rechnen mit weiteren Belastungen. Die US-Regierung schnürte für den Notfall bereits ein Rettungspaket aus Steuergeldern. Die neuen enormen Verluste heizten am Markt Spekulationen an, der Staat müsse nun bald einspringen.

Die Aktien beider Institute setzten zum Handelsstart am Freitag ihren steilen Sinkflug fort. Im Vorjahr hatte Fannie Mae noch einen Gewinn von 1,9 Milliarden Dollar erzielt. Seither summieren sich die Verluste durch die Kreditkrise auf rund 10 Milliarden Dollar, bei Freddie Mac ist es etwa die Hälfte. Die anhaltende Schwäche des Häusermarkts und der gesamten US-Wirtschaft werde die Ergebnisse weiter drücken, warnte Fannie-Mae-Chef Daniel Mudd in Washington. Auch die Kreditausfallquote werde nochmals steigen.

Fannie und Freddie stehen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 5 Billionen Dollar hinter rund jedem zweiten US-Hauskredit. Sie wurden vom Staat gegründet, sind heute aber börsennotiert. Auch deutsche und andere europäische Institute sind über Wertpapiere bei den zwei Finanzierern engagiert.

Fannie Mae kürzt die Dividende erneut von ursprünglich 0,35 Dollar auf nur noch 0,05 Dollar. Bis Ende 2009 will der Finanzierer zehn Prozent der operativen Kosten sparen. Abschreibungen und zusätzliche Kreditvorsorge belasteten Fannie Mae mit 5,4 Milliarden Dollar. Der Quartalsverlust fiel wie bei Freddie Mac rund dreimal höher aus als von Analysten erwartet.

Die ohnehin schwer gebeutelte Aktie brach am Freitag erneut um 17 Prozent ein. Die zwei Finanzierer haben in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 85 Prozent ihres Börsenwerts eingebüßt. Beide beschafften sich Kapitalspritzen in Milliardenhöhe. Freddie Mac will den Markt nochmals anzapfen, scheiterte aber bisher.

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