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"Fanta Vier": Kein Respekt vor Genre-Grenzen

KÖLN Populär sind sie, die vier Rapper aus dem Schwabenländle. Zumindest wurden die „Fantastischen Vier“ am Sonntag beim gleichnamigen Schlusssong in der Kölnarena gefeiert.

"Fanta Vier": Kein Respekt vor Genre-Grenzen

Mit vollem Körperseinsatz auf der Bühne: "Fanta 4"-Rapper Thomas D.

Sie haben den deutschen Hip-Hop geprägt wie keine andere Kapelle. Inzwischen sind sie über das klassische Sprechgesang-Genre hinausgewachsen. Anno 2007 sind Smudo, Thomas D, Michi Beck sowie Andreas Rieke mit kompletter Band und nicht nur mit zwei Plattenspielern unterwegs. Und auch klanglich kommt die neue Platte „Fornika“ nicht im puristischen Hip-Hop-Gewand daher. Die neuen Songs sind stärker an klassischen Synthie-Pop-Mustern orientiert, etwa der Titelsong, der den Abend in Köln eröffnete. Gleiches galt beim folgenden „Ichisichisichisich“.

Viele Stücke des aktuellen Albums

Überhaupt legten die vier Spätzle-Rapper den im Rhythmus mitwiegenden Zuhörern die neue Scheibe nachdrücklich ans Herz, brachten im zweistündigen Reigen fast das ganze Album unter. Respektlos gingen sie dabei mit Genregrenzen um, spielten mit „Ernten was wir säen“ gar eine waschechte Rocknummer, knackiges Riff und Gitarrensolo inklusive. Aber Hip-Hop ist für die „Fantas“ selbstverständlich nicht passé: In einem „Oldschool-Medley“ besuchten sie musikalisch das Jahr 1991 und verwoben einige Frühwerke zu einem groovenden Melodienstrauß. Dazu brauchte es dann auch die die Begleitcombo nicht.

Alles andere als Tourroutine

Überhaupt schienen sich Smudo & Co. stellenweise fast selbst genug zu sein, wenn sie locker durch ihre Wortkaskaden flogen und dabei wie Thomas D. breit grinsend abtanzten. Tourroutine scheint sie noch nicht eingefangen zu haben. So tauchte unvermittelt zwischen den Hip-Hop-Grooves auch einmal der Karnevalsschlager „Viva Colonia“ auf.

Zugaben mit alten Hits

Eigene Hits wurden zur Begeisterung des Auditoriums aber auch gegeben, etwa „Sie ist weg“ oder „Troy“. Mit letzterem Lied eröffneten sie den Zugabenblock auf einer kleinen Bühne in Mitten der wogenden Fans. Auf dem großen Podium setze man dann mit dem „Tag am Meer“ und „Populär“ den Schlusspunkt.

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