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Fast 62 Milliarden Euro Überschuss in öffentlichen Kassen 

Wiesbaden. Der Arbeitsmarkt ist fast leergefegt, die Konjunktur brummt - das beschert den öffentlichen Kassen erneut einen Rekordüberschuss. Die chronisch klammen Kommunen verdoppeln ihr Ergebnis sogar.

Fast 62 Milliarden Euro Überschuss in öffentlichen Kassen 

Beim Bund stieg der Überschuss besonders stark von 5 Milliarden auf 30,6 Milliarden Euro. Foto: Bernd Settnik

Dank der guten Konjunktur und einer großen Einmalzahlung hat der Überschuss in den öffentlichen Kassen im vergangenen Jahr einen Rekordwert erreicht. Die Einnahmen überstiegen die Ausgaben um 61,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

2016 waren es bei Kern- und Extrahaushalten noch 25,8 Milliarden Euro. Insgesamt stieg der Überschuss damit seit 2014 im vierten Jahr in Folge.

Die öffentlichen Einnahmen legten im vergangenen Jahr um 5,8 Prozent auf 1429,7 Milliarden Euro zu. Maßgeblich dafür waren Steuereinnahmen und Abgaben, die um 4,4 Prozent auf 1248,8 Milliarden Euro anwuchsen. Die öffentlichen Ausgaben stiegen im selben Zeitraum um 3,1 Prozent auf 1367,9 Milliarden Euro.

Beim Bund stieg der Überschuss besonders stark von 5,0 Milliarden (2016) auf 30,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Grund dafür war eine Einmalzahlung von 24,1 Milliarden Euro, die von den Energiekonzernen in einen Fonds zur Zwischen- und Endlagerung des Atommülls geflossen sind. Dagegen sank der Finanzierungsüberschuss des Kernhaushalts binnen Jahresfrist von 6,2 Milliarden auf 5,0 Milliarden Euro. Einer der Gründe war der rückläufige Gewinn der Bundesbank.

Die Länder erzielten 2017 einen Überschuss von 12,1 Milliarden Euro (2016: 9,0 Milliarden Euro), die Kommunen von 10,7 Milliarden Euro (2016: 5,4 Milliarden Euro) und die Sozialversicherung von 8,4 Milliarden Euro (2016: 6,4 Milliarden Euro).

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