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Deutsche Auftritte nach Maß

Federer bezwingt starken Kohlschreiber in Halle

HALLE/WESTFALEN Ein deutsches Tennis-Trio mit Florian Mayer, Dustin Brown und Teenager Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Halle das Achtelfinale erreicht. Philipp Kohlschreiber dagegen musste sich trotz einer starken Vorstellung dem Titelverteidiger beugen. Roger Federer setzte sich in einem mühsamen Drei-Satz-Sieg durch.

Federer bezwingt starken Kohlschreiber in Halle

Philipp Kohlschreiber musste sich nach einem starken Auftritt Roger Federer geschlagen geben. Foto: Maja Hitij

Mit einem mühsamen Drei-Satz-Sieg gegen die deutsche Nummer eins ist Rekord-Titelträger Roger Federer beim Rasenturnier in Halle in das Achtelfinale eingezogen. Der siebenmalige Champion aus der Schweiz setzte sich am Montag gegen seinen Kumpel und Trainingspartner Philipp Kohlschreiber mit 7:6 (10:8), 3:6, 7:6 (7:5) durch. Nach mehr als zwei unterhaltsamen und hochklassigen Stunden auf dem Center Court verwandelte der 33-Jährige seinen dritten Matchball gegen den zwei Jahre jüngeren Augsburger.

Vor dem Kohlschreiber-Aus erreichte das deutsche Trio Florian Mayer (Bayreuth), Alexander Zverev (Hamburg) und Dustin Brown (Winsen/Aller) die zweite Runde der mit 1,7 Millionen Euro dotierten Vorbereitungs-Veranstaltung auf den Grand-Slam-Klassiker in Wimbledon.

Der mit einer Wildcard ausgestattete Zverev setzte sich gegen den finnischen Linkshänder Jarkko Nieminen nach einer überzeugenden Vorstellung mit 6:4, 6:4 durch. Der mit 18 Jahren jüngste Teilnehmer trifft bei seinem Halle-Debüt jetzt auf den Kroaten Ivo Karlovic oder Santiago Giraldo aus Kolumbien.

Tommy Haas greift ins Geschehen ein

Tommy Haas als ältester Turnier-Teilnehmer greift erst an diesem Dienstag in das Geschehen ein. Nach seinem Comeback in Stuttgart in der vergangenen Woche bekommt es der 37-Jährige im dritten Match des Tages (ca. 16.00 Uhr) mit dem Italiener Andreas Seppi zu tun.

„Ein sehr gefährlicher Gegner, der solide spielt, den Ball sehr flach hält, der dir wenig Tempo gibt“, sagte Haas über seinen Auftaktgegner, der Anfang des Jahres bei den Australian Open mit seinem Sieg gegen Federer für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Mayer entschied das deutsche Erstrunden-Duell mit Jan-Lennard Struff 6:2, 0:6, 7:6 (7:4) für sich und trifft nun auf den an Nummer sieben gesetzten Australier Bernard Tomic oder Steve Johnson aus den USA. Brown gewann gegen den Österreicher Andreas Haider-Maurer 7:5, 6:2 und spielt jetzt gegen den an Nummer zwei gesetzten Japaner Kei Nishikori oder den aufstrebenden Österreicher Dominic Thiem.

"Will einen großen Fight liefern"

„Vielleicht erwische ich den Hammertag gegen ihn, ich will einen großen Fight liefern“, hatte Kohlschreiber vor der Neuauflage des Endspiels von 2008 gesagt. Tatsächlich erwies sich die Nummer 31 der Welt als starker Kontrahent für den 17-maligen Grand-Slam-Champion. Im ersten Durchgang fiel die Entscheidung erst nach 51 Minuten im Tiebreak, nachdem Federer zwei Satzbälle abwehrte. Den zweiten holte sich der stark aufspielende Kohlschreiber nach 31 Minuten.

Auch im dritten Satz sahen die Zuschauer im Gerry-Weber-Stadion ein ausgeglichenes Kräftemessen mit spektakulären Ballwechseln. Beim Stand von 5:4 vergab Federer seine ersten beiden Matchbälle. Im Tiebreak geriet er mit 2:4 in Rückstand, konnte sich aber noch einmal aus der heiklen Situation befreien - und nach 2:11 Stunden feierte der Publikumsliebling zur Erleichterung der Turnier-Veranstalter im neunten Vergleich mit Kohlschreiber den neunten Sieg.

von dpa 

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