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Feierstunde und Eröffnung der Drebusch-Ausstellung

30 Jahre Kunstverein

Seine dritte Dekade vollendete der Kunstverein Witten bereits am 9. Mai dieses Jahres. Aus diesem Anlass widmet er eine Ausstellung in der Galerie Haus Herbede dem Lebenswerk seines Gründungsmitglieds, dem Wittener Günter Drebusch (1925 - 1998). Am Sonntagnachmittag wurde diese formell eröffnet.

WITTEN

von Von Martin Schreckenschläger

, 11.06.2012
Feierstunde und Eröffnung der Drebusch-Ausstellung

Eröffneten die Ausstellung zum 30-jährigen Bestehen des Kunstvereins: Vorsitzender Prof. Manfred H. Wolff (3.v.l.), Kunsthistorikerin Eva-Maria Schöning (Mitte) sowe Hausherr Volker Marquaß (r.).

Hausherr Volker Marquaß begrüßte Verein und Gäste seitens der Betriebsgesellschaft. Die Politik der Stadt ließ sich durch das Kulturbüro vertreten. Nach launiger Feierstunde gab Vorsitzender Prof. Manfred H. Wolff Einblicke in das Zustandekommen dieser Ausstellung. So wurden die Werke vom Sohn des Künstlers, Herrn Thomas Drebusch, nicht nur unentgeltlich zur Verfügung gestellt, sondern zudem auch mit erheblichem Aufwand gerahmt sowie mit von ihm gestalteter Einladungskarte beworben. Darüber hinaus steuerte die Sparkasse Witten zwei Aquarelle aus dem Spätwerk des Künstlers bei. Die Arbeiten spiegeln das Schaffen Drebuschs in der Zeit von 1960 bis 1992 wieder. Für die Unterstützung des Vorstands beim Hängen dankte er Klaus Fröhlich und Maika Letizia Wolff.

Zwei der Kinder des bekannten Wittener Künstlers waren persönlich anwesend: Sohn Thomas und dessen Schwester Beate Krämer. Kunsthistorikerin Eva-Maria Schöning, die Drebusch als 2. Vorsitzende des Kunstvereins nachfolgte, sprach über eine „geheimnisvolle Lust“ als Antrieb für dessen Schaffen. Seine Informell-Arbeiten habe er selbst als „Befreiung der Form von den Gegenständen“ charakterisiert. Auf kleinen Formaten führte er in grafischen Techniken „Klärungsversuche auf dem Blatt“ durch. Später habe Drebusch wieder gegenständlicher gearbeitet, in bildnerischer Reflexion sich mit Werken alter Meister, etwa Albrecht Dürers, auseinander gesetzt.

In zweijährigem Turnus wurde bislang der Günter-Drebusch-Preis der Stadt Witten vergeben, finanziert durch den Kunstverein. Zuletzt wurde im Jahre 2009 ein junger Künstler mit diesem Preis bedacht. Wann der Preis erneut verliehen werde, hänge von den Kulturverantwortlichen der Stadt ab, erklärte Wolff. Der Kunstverein jedenfalls sei bereit, sein finanzielles Engagement auch weiterhin einzubringen. Die Ausstellung ist noch bis zum 1. Juli zu sehen.