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Feldsieper Schule bekommt neues Dach und Mensa in der alten Turnhalle

Holzschwamm-Befall

Nachdem bereits im Herbst 2010 bei Arbeiten zum Brandschutz an der mehr als 100 Jahre alten Feldsiperschule der für die Bausubstanz tödliche Holzschwamm entdeckt wurde, steht inzwischen fest: Das Dach der Gemeinschaftsschule ist nicht mehr zu retten. Aber nicht nur das Dach wird saniert - die alte Turnhalle soll zur Mensa ausgebaut und sogar mit einem Kunstwerk veredelt werden.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 19.06.2012

Holzschwamm in der Schule an der Feldsieper Straße. Und der Befund wird immer schlimmer. Nachdem bereits im Herbst 2010 bei Arbeiten zum Brandschutz an der mehr als 100 Jahre alten Schule der für die Bausubstanz tödliche Holzschwamm entdeckt wurde, steht inzwischen fest: Das Dach der Gemeinschaftsschule ist nicht mehr zu retten. „Aber es kostet nicht mehr“, beruhigte Frank Allmeroth, Leiter der Zentralen Dienste, gestern im Schulausschuss. Er hatte zuletzt im März 2011 um 2,5 Millionen Euro zusätzlich für die Sanierung gebeten. Eine Verdoppelung des Preises.

Dafür entsteht eine Schule mit neuem Look. Das Spitzdach wird durch ein Flachdach ersetzt, das sich optisch deutlich vom Altbau hervorhebt. Die Klassenräume unter dem Giebel sind dadurch geräumiger und bekommen gerade Fenster. Problem: Die Bauarbeiten müssen während des Schulbetriebs stattfinden. „Dafür soll ein Zelt über das Dach gespannt werden“, erklärt Allmeroth. Somit kann es zumindest nicht reinregnen. Lärm müssen Schüler und Lehrer jedoch ertragen. Der Plan sieht zudem vor, die alte Turnhalle der Schule in eine Mensa umzubauen – 200 Quadratmeter groß, mit Platz für 120 Schüler. „Der Umbau ist etwas günstiger als ein Neubau“, sagt Allmeroth. Circa 1,5 Millionen Euro wird er kosten. Auch in der Turnhalle wurde Holzschwamm entdeckt, auch sie wird –  wie die Schule – ein neues, modernes Dach bekommen.

„In der Mensa soll dann der Phönix aus der Asche aus dem Ostring-Gymnasium seinen Platz finden“, sagt Schulamtsleiter Ulrich Wicking. Das Wand-Relief von Heinrich Wilthelm war in mühevoller Kleinarbeit vor dem Abriss des Ostring-Gymnasiums gerettet worden. Nun lagert es bei der Stadt ein. Ein Käufer für das Kunstwerk aus dem Jahr 1959 wurde bislang nicht gefunden. „In der Gemeinschaftsschule bekommt es seinen würdigen Platz“, so Wicking.