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Festival Junger Künstler: Ergänzung der Festspiele

Bayreuth (dpa) Das Festival Junger Künstler will sich in Zusammenarbeit mit der künftigen Führung am «Grünen Hügel» noch stärker als Jugendorganisation der Bayreuther Festspiele profilieren.

«Wir sind bereit und kompetent, auch künstlerische Vorgaben der Festspielleitung umzusetzen», sagte Festival-Chefin Sissy Thammer am Samstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zur Forderung von Nike Wagner, eine Orchesterakademie für den künstlerischen Nachwuchs zu gründen, sagte Thammer: «Das alles gibt es bereits.»

Die 54-Jährige sprach die große Tradition des Internationalen Jugend-Festspieltreffens an, das 1951 mit Unterstützung der Brüder Wieland und Wolfgang Wagner ins Leben gerufen wurde. «Das Festival Junger Künstler empfiehlt sich seit Jahrzehnten durch Erfahrung, Know How und Qualität», sagte Thammer. Das Festival habe sich auch als Spielort für die Frühwerke Richard Wagners wie «Die Feen» oder «Das Liebesverbot» bewährt. Weiter pflegt es die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Werken Wagners und seiner Rezeptionsgeschichte durch die alljährlich stattfindenden Bayreuther Wagner-Lektionen. Auch als Jugendakademie habe sich das Festival mit jeweils 350 jungen Künstlern aus aller Welt weiterentwickelt.

Thammer sagte, ihre Kritik richte sich nicht persönlich gegen Nike Wagner, die sich mit dem früheren Leiter der Salzburger Festspiele, Gérard Mortier neben den Wagner-Töchtern Katharina und Eva um die Nachfolge Wolfgang Wagners beworben hat. «Ich schätze Nike Wagner und ihre außerordentliche Intelligenz.» Bei der Neuentwicklung und Neuausrichtung der Bayreuther Festspiele biete sich bei ähnlichen Zielsetzungen mit dem Festival Junger Künstler die Chance, vorhandene Strukturen zu nutzen und Synergien zu schaffen, erklärte Thammer.

Gespräch: Manfred Präcklein, dpa

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