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Finanzspritze für Kunstrasen und Geister-Zuschuss

BRACKEL Die Haushaltsdebatte ist ein Jonglieren mit trockenen Zahlen. Glücklicherweise enthielt die Diskussion in der Bezirksvertretung (BV) auch Nuancen zum Schmunzeln. So witterte die CDU eine unzulässige SPD-Vorteilsnahme bei der Sanierung des Pavillons der Hellweg-Grundschule.

von Von Dr. Uwe Brodersen

, 26.10.2007

Dieser würde von den Genossen genutzt. "Was würden Sie denn sagen, wenn Sie einer Renovierung des Hauses Suberg, wo sich die CDU oft trifft, mit BV-Geldern zustimmen sollten?" fragte Unions-Fraktionssprecher Christian Barrenbrügge. Die Sozialdemokraten versicherten, dass nur der benachbarte Raum der "Piepmätze", einer Gruppe für unter Dreijährige, überholt werde, und luden CDU-Vertreter Ulf Katler, der skeptisch blieb, dazu ein, die Bauarbeiten zu überwachen.

Ein weiterer Streitfall: das von Bezirksjugendpfleger Jörg Bitter beantragte Halloween-Gespensterfest für die beiden nächsten Jahre. Die Union beklagte die Auswüchse des von Amerika herübergeschwappten Festes mit Vandalismus und Lärmerei. Die SPD erinnerte an die keltischen Wurzeln des Festes und betonte, dass es den Kindern großen Spaß mache. Außerdem trügen solche Veranstaltungen dazu bei, dass Halloween vernünftig gefeiert werde. Mit rot-grüner Mehrheit wurde der Geister-Zuschuss von 800 bewilligt.

Kein Geld für neue Toiletten

Die Union sah in der Aufstockung des BV-Etats um 250 000 pro Jahr "Augenwischerei". Es würden nur Finanzposten verschoben, die SPD fand es gut, mehr Geld ausgeben zu können.

Der BV stehen 2008 und 2009 jeweils etwa 920 000 zur Verfügung. Über viele Maßnahmen bestand Konsens: so z.B. über die weitere Sanierung der Reichshof-Grundschule, Erneuerungen an der Bach-Grundschule und an der Jugendfreizeitstätte Brackel. Union und SPD einigten sich auch darauf, 100 000 für einen Kunstrasenplatz des SV Brackel 06 an der Oesterstraße bereit zu halten.

Nicht durchsetzen konnte sich die CDU mit ihrem Vorschlag, die Toiletten-Sanierung an der Max-Born-Realschule aus dem BV-Etat zu bezahlen. Das könne nur aus dem Ratshaushalt kommen, meinte Rot-Grün. Dann werde sich in den nächsten Jahren wohl nichts tun, urteilte die Union.

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