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Förderturm der Zeche Gneisenau wird 80 Jahre alt

Derner Wahrzeichen

Am 7. Oktober 1934 wurde der damals neue Zentralschacht der Zeche Gneisenau in Derne eingeweiht. Fast 80 Jahre sind seitdem vergangen, die Zeche ist längst geschlossen. Der Förderturm von Schacht Vier aber steht noch immer - und ragt mit einer Höhe von 57 Metern übern den Dächern des Stadtteils. Ein Rückblick.

DERNE

14.08.2014

Anlässlich seiner Veranstaltung zum Tag des offenen Denkmals am 14. September (Sonntag) erinnert der

an die Fertigstellung und Inbetriebnahme von Schacht Vier vor 80 Jahren.Entwicklung zum Industriestandort Bereits 1858 wurden die ersten Kohlenfelder in Derne verliehen. Doch erst am 1. Juli 1873 erfolgte der erste Spatenstich für Schacht Eins. Für das bis dahin eher beschauliche Derne bedeutete dies eine enorme Entwicklung zum Industriestandort mit eigener Kokerei, Gasometer und eigenem Kraftwerk. Es sollten noch drei weitere Schächte folgen, wobei die Fertigstellung und Inbetriebnahme von Schacht Vier am 7. Oktober 1934 wohl die herausragendste und bedeutungsvollste für die Schachtanlage Gneisenau war. Mit mehr als 6000 Mitarbeitern zu Spitzenzeiten entwickelte sich die Schachtanlage anschließend zu einer der größten Arbeitgeber im Revier.

Schacht Vier wurde mit allen Erkenntnissen der damaligen modernen Technik ausgestattet. Es wurde eigens ein moderner Wagenumlauf eingerichtet, automatische Schwenkbühnen erleichterten das Auf- und Abschieben der Kohlenwagen. Der Schacht wurde ausgerüstet mit vier Förderkörben, die jeweils Platz für 70 Kumpel boten. Als Förderturm wurde das noch heute stehende und weithin sichtbare Doppelbock Strebengerüst aufgestellt. Doch bis es so weit war, vergingen vom ersten Spatenstich für Schacht Vier am 3. Dezember 1930 Jahre harter Arbeit und technischer Herausforderungen. 70 Verletzte hatte das Bauvorhaben zu beklagen. Darunter drei Tote und vier Schwerverletzte.

Die Abnahme durch die Zechenverwaltung erfolgte am 21. Februar 1933. Der neue Zentralschacht war fertiggestellt und leistete seine Dienste mehr als ein halbes Jahrhundert bis zur Schließung der Zeche im Jahr 1985. Mit seiner stolzen Höhe von 57 Metern steht der Förderturm noch heute da. Weithin sichtbar als Zeuge einer auslaufenden Industriekultur erinnert er an die schwere und harte Arbeit im Bergbau.

Das Bauvorhaben in Zahlen
Für den Bau von Schacht Vier wurden 37.500 Kubikmeter Gestein ausgehoben und mehr als drei Millionen Ziegelsteine verbaut. Für die Sprengarbeiten wurden 19.000 Kilogramm Sprengstoff verbraucht. Am 17. September 1932 hatten die Arbeiter bereits eine Endtiefe von 510 Metern und einen Durchmesser von 7,6 Metern erreicht.

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