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Folgen blieben in der Ruhrstadt überschaubar

Lokführer-Streik

Der Streik der Lokomotivführer am Mittwoch, 15. Oktober, ist an der Ruhrstadt beinahe spurlos vorüber gegangen. Aber nur beinahe. Denn insgesamt waren drei Bahnlinien betroffen. Auf dem Hauptbahnhof herrschte das gewohnte Kommen und Gehen. Denn trotz des Arbeitsausstandes fuhren viele Züge.

WITTEN

, 15.10.2014
Folgen blieben in der Ruhrstadt überschaubar

Der Streik der Lokführer ging an der Ruhrstadt fast vorbei. Auf den Bahnsteigen herrschte fast alltägliches Treiben.

Die Privatbahn Abellio wurde nicht bestreikt. Selbst Güterzüge donnerten an den Bahnsteigen vorbei. Zuverlässige Prognosen über Zugausfälle konnte die DB im Vorfeld nicht stellen. „Wir haben mehr als 800 Bahnhöfe. Da können wir nicht jeden Zug im Visier haben“, so NRW-Bahnsprecherin Sonja Stötzel am Mittag. „Außerdem wissen wir nicht, wie sich der Streik entwickelt. Wenn die streikenden Lokführer ihren Zug in zentralen Knotenbahnhöfen stehenlassen, dann sind die Strecken blockiert. “ Doch so schlimm kam es nicht. Auch weil die Fahrgäste Bescheid wussten und den Streik bei ihren Planungen berücksichtigten.

Auf den Bahnsteigen warteten nur wenige Fahrgäste vergeblich auf einen Zug. „Ich habe vom Streik gehört“, so Petra Müller (45). „Aber irgendwie auch wieder vergessen. Dumm gelaufen. Jetzt muss ich sehen, wie ich nach Aachen komme.“ Zuglaufbänder und Lautsprecherdurchsagen wiesen auf die Ausfälle und Verspätungen hin. Voll bepackt mit Einkaufstüten eilte Christiane Rudzki in die Bahnhofshalle. „Ich muss mich beeilen. Mein Zug kommt gleich“, sagte sie und lachte unbesorgt. Ihre Bahn fuhr. Es war die Privatbahn.

Neben den beiden Regio-Linien zwischen Dortmund und Aachen fiel am Nachmittag schließlich auch die S 5 zwischen Mönchengladbach und Dortmund aus. Das war gerade zur Rush-Hour. Doch auch da blieb das große Chaos am Hauptbahnhof aus. Nur wenige „Gestrandete“ blickten sich hilfesuchend um. Beispielsweise Marius (23), ein Dortmunder Student, der bei einem Trainingslager für die Carbon Baskets war. Tagsüber war er noch hin- und hergefahren, nun war Schluss. Doch auch er nahm’s gelassen.

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