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Folgt auf Deuten Gahlen?

Fußball-Saisonvorschau

DORSTEN Vorjahres-Vize VfL Ramsorf geht als einer der Topfavoriten in die neue Saison der A-Kreisliga Borken. Doch auch von den heimischen Teams schielen einige kräftig nach oben.

11.08.2010
Folgt auf Deuten Gahlen?

Am Ende der vergangenen Saison jubelte Deuten. Wer wird neuer Meister der A-Kreisliga Borken?

TuS Gahlen

Die Gahlener werden von vielen Experten als Titelkandidat genannt. „Das hört man gerne“, hat Trainer Jürgen Klatt kein Problem damit. Sein Saisonziel hieß ohnehin: „Besser als im letzten Jahr.“ Und da waren die Gahlener Dritter... Mit den Leistungen seines Teams war er in den Vorbereitungsspielen durchweg zufrieden: „Wir haben noch einige Angeschlagene wie Markus Liemen oder Manu Dubois, außerdem fällt Dennis Wilings mit seinem doppelten Bänderriss noch lange aus. Trotzdem ist unser Kader groß genug, dass wir Stabilität und Konstanz zeigen konnten. Das stimmt mich sehr optimistisch.“ Gleichzeitig warnt Klatt aber auch vor dem schweren Auftaktprogramm: „Beim Derby in Schermbeck ist immer alles möglich. Danach kommt gleich Ramsdorf, anschließend müssen wir zum VfL Reken und empfangen dann Lembeck – nach diesen vier Spielen wissen wir, wo wir stehen.“  

Gahlen hat das Zeug dazu, um den Titel mitzuspielen. Platz 1 bis 3.

FC Rhade

Der FC Rhade hat in seinen Vorbereitungsspielen zwei Gesichter gezeigt. Überraschende bis überragende Leistungen und Ergebnisse wechselten sich mit ebenso unerwarteten Rückschlägen ab. Für Trainer Martin Trockel eindeutig eine Frage der Einstellung: „Wenn die Jungs wollen und ihr volles Potenzial abrufen, können wir für einige Überraschungen sorgen.“An diesem Wenn gelte es nun zu arbeiten. Einig sind sich Trainer und Mannschaft auf jeden Fall bei der Formulierung des Saisonziels. Ein Platz um Rang fünf und sechs soll es werden.  

Klappt die Sache mit der Konstanz, kann der FC zum Geheimfavoriten avancieren. Platz 5 und mehr.

Eintracht Erle

Eine Steigerung hat Erles Trainer Robert Glombik bei seinem Team im Laufe der Vorbereitung ausgemacht und ist deshalb zufrieden: „Höhepunkte waren sicherlich die Pokalspiele. Sollten wir jetzt noch gegen Velen gewinnen, winkt sogar ein Heimspiel gegen die Spvgg. Erkenschwick.“ Aufgrund der zahlreichen Ausfälle bastelt Glombik allerdings nach wie an einer Stammformation. Zum Saisonauftakt sieht er seine Elf deshalb im Vergleich mit der Konkurrenz daher noch klar im Nachteil. Spätestens am dritten Spieltag müsse sich das aber geändert haben: „Da steht das Derby gegen Raesfeld an...“ Momentan nennt Glombik als Saisonziel den Klassenerhalt: „Ich hoffe aber auf Platz zehn.“  

Das zweite Jahr ist für Aufsteiger ja oft schwer. Deshalb Platz 9 bis 12.

SV SW Lembeck

Sieben Niederlagen in acht Spielen – eine schlechtere Vorbereitungsbilanz als die Lembecker kann man kaum haben. Auch Trainer Michael Maiß war von dem „drastischen Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison“ überrascht. Allerdings hat er auch Erklärungen parat: „Zum einen war ich wegen meines A-Lizenz-Lehrgangs nur selten beim Training.“ Zum andern habe der Wechsel von Steffen Rekers nach Heiden ein größeres Loch hinterlassen als gedacht: „Unsere Offensive hängt derzeit völlig in der Luft. Auch das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Mittelfeld muss besser werden.“ Maiß‘ Ziel bleibt trotzdem unverändert der vierte Tabellenplatz des Vorjahres: „Ein Titelkandidat sind wir aber definitiv nicht.“ Wichtig sei, dass sich sein Team in den ersten Wochen gegen vermeintlich leichtere Gegner fange und punkte, um Sicherheit zu gewinnen.  

Platz 4 wird es diesmal nicht. Aber einstellig sollte es bleiben.

SV Schermbeck II

Platz eins bis fünf hat SVS-Trainer Oli Dirr als Marschroute für sein Team ausgegeben – und sein Team geht mit noch mehr Selbstbewusstsein in die Saison. Gründe dafür gibt es genug. Das Gros der Mannschaft ist seit drei Jahren zusammen und deshalb eingespielt. Außerdem sind die Neuzugänge gut eingeschlagen. Der Teamgeist ist ebenfalls hervorragend. Als Oli Dirr aus dem Urlaub kam, holten ihn seine Spieler nahezu geschlossen am Flughafen ab. Die Auftritte in der Vorbereitung unterstrichen die Schermbecker Ambitionen ebenfalls, bis... Ja, bis das 0:5 gegen den PSV Wesel kam. Für Oli Dirr allerdings der klassische Schuss vor den Bug zur rechten Zeit: „Das kam mir ganz gelegen, damit nicht alle abheben.“ Schließlich geht es zum Auftakt gleich gegen Gahlen. „Und ein Sieg gegen einen solchen Topfavoriten“, so Dirr, „brächte uns nochmal einen zusätzlichen Schub.“  

Der SVS II spielt eine gute Rolle, wird aber maximal Dritter.

TSV Raesfeld

Sorgenfalten hat die Vorbereitung TSV-Coach Jürgen Bülten auf die Stirn gezaubert. Drei Wochen lang ging alles gut, dann führten Urlaube und Verletzungen dazu, dass kaum noch reguläres Training möglich war. Mit entsprechenden Konsequenzen für die Spiele. Negativer Höhepunkt: das 1:8 gegen SuS Stadtlohn II. Bülten hofft, dass sein Team schnell zu Normalform findet, denn in den ersten vier Spielen gehe es gegen Gegner auf Augenhöhe: „Da müssen wir punkten, wenn wir eine sorgenfreie Saison spielen wollen.“ Bültens Ziel bleibt ein einstelliger Tabellenplatz: „Dafür müssen aber alle fit sein.“  

Nach Platz 13 im Vorjahr wird der Weg zur Besserung für den TSV steinig. Mehr als Platz 11 sitzt wohl kaum drin.

1. SC Blau-Weiß Wulfen

Als normale Pendelbewegung zwischen Auf und Ab, zwischen dem Sieg über Lippramsdorf und der Niederlage in Erle, bewertet Wulfens Trainer Andreas Hinzmann die Testspielphase seiner Elf. Die Trainingsbeteiligung seiner jungen Spieler nennt er dagegen „optimal. Beteiligung und Einsatzwillen sind super. Es macht Spaß, mit den Jungs zu arbeiten.“ Hinzmann hofft, dass das Umfeld seiner Elf genügend Zeit gibt, um sich in der neuen Liga zurecht zu finden: „Der Anfang wird das Schwierigste. Je länger die Saison dauert, desto besser werden die Jungs reinfinden.“ Am Ende soll dann in etwa Platz acht für die Blau-Weißen herausspringen.  

Gelingt der Start, ist Platz acht drin. Die junge Truppe darf aber nicht unter Abstiegsdruck geraten.