Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Forscher: Dating-App Grindr gab Daten über HIV weiter

Oslo. Es sind hochsenible Informationen, deren Weitergabe weitreichende Folgen für die Nutzer haben können: Über die Dating-App Grindr für homo- und bisexuelle Männer sind Daten aus dem HIV-Statusfeld an „hoch angesehene Anbieter“ weitergeleitet worden.

Forscher: Dating-App Grindr gab Daten über HIV weiter

Die Dating-App Grindr hat Daten über HIV-Infektionen weitergegeben. Foto: Franziska Gabbert

Daten-Skandal: Die bei homo- und bisexuellen Männern beliebte Dating-App Grindr hat sensible Informationen über HIV-Infektionen ihrer Nutzer weitergegeben.

Informationen über eine Ansteckung und das Datum des letzten Aidstests seien an IT-Dienstleister geschickt worden, die die Performance der App verbessern sollten, kritisierte das norwegische Forschungsinstitut Sintef.

„Es ist eine sehr ernste Sache, solche medizinischen Informationen zu teilen“, erklärten die Forscher. „Sie werde an amerikanische Unternehmen geschickt, die nicht die Zulassung und Systeme zur Sicherung medizinischer Daten haben.“ Von dort könnten die Informationen zu Arbeitgebern, Eltern oder im schlimmsten Fall Behörden in Ländern gelangen, die Homosexualität unter Strafe stellen.

Die 2009 gestartete Dating-App hat nach eigenen Angaben mehr als drei Millionen täglich aktive Nutzer. Die Angaben zu HIV-Infektionen sollen die Szene nach Grindr-Angaben sicherer machen.

Das Unternehmen bestätigte, in einigen Fällen seien Daten aus dem HIV-Statusfeld an „hoch angesehene Anbieter“ weitergegeben worden, mit denen man die Plattform zusammen teste und optimiere. Es seien aber niemals persönlich identifizierbare Nutzerdaten verkauft worden. Die Partner seien vertraglich verpflichtet, das höchste Level der Vertraulichkeit und Datensicherheit einzuhalten.

Zugleich werde jeder Nutzer des öffentlichen Forums darauf hingewiesen, dass seine freiwillig eingestellten Profildaten öffentlich abrufbar seien. Die Nutzer der App könnten selbst entscheiden, ob sie das HIV-Statusfeld ausfüllen oder nicht. Jeder könne selbst bestimmen, welche persönlichen Informationen er teile.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Digitales

Office für Mac verschickt Diagnose-Daten

Berlin. Kürzlich führte Microsoft ein Update seiner Office-Software durch. Mac-Nutzer müssen nun zustimmen, dass Diagnose-Daten an den Hersteller übertragen werden - ohne die Möglichkeit eines Widerspruchs. Doch dagegen regt sich Widerstand.mehr...

Digitales

Viele fürchten Zwänge und Kontrollverlust durch neue Technik

Berlin/Hamburg. Die Digitalisierung und ihre Folgen betrachten die meisten Menschen mit gemischten Gefühlen, wie eine aktuelle Studie zeigt. Zwar wissen die meisten, welchen Komfort Technik bringen kann. Gleichzeitig sorgen sie sich aber etwa auch um ihre Daten.mehr...

Digitales

Facebook: Möglicherweise trifft Datenskandal keine Europäer

Brüssel. Der Datenskandal um Cambridge Analytica hat Facebook auch in Europa schwer unter Druck gebracht. Jetzt heißt es plötzlich, vielleicht seien gar keine Europäer betroffen - nachdem Facebook einst selbst Millionen Nutzer gewarnt hatte.mehr...

Digitales

Facebook verbessert die Anmeldung in zwei Schritten

Menlo Park. Um sich bei Facebook anzumelden, können Nutzer mit der zweistufigen Authentifizierung einen besonders sicheren Weg wählen. Bisher ging dies nur mit hinterlegter Telefonnummer. Doch jetzt wird der zweite Sicherheitscode auch per Smartphone-App übermittelt.mehr...

Digitales

Instapaper macht Pause wegen Datenschutz-Verordnung

San Francisco. Ab dem 25. Mai gilt in Europa die neue Datenschutz-Verordnung. Doch weil der Online-Dienst Instapaper noch nicht in der Lage ist, die Vorschriften einzuhalten, verordnet er sich selbst eine Pause.mehr...

Digitales

Aktuelle Informationen über Produktrückrufe

Berlin. Manche Produkte gelangen mit einem Defekt auf den Markt. Die Hersteller rufen sie dann zurück. Allerdings schaffen es nur die größeren Fälle in die Medien. Über alle anderen können sich Verbraucher auf speziellen Portalen informieren.mehr...