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Forscher: Deutscher Arbeitsmarkt schaltet einen Gang runter

Nürnberg. Jobvermittler schauen nicht mehr ganz so optimistisch auf den deutschen Arbeitsmarkt wie noch zu Jahresbeginn.

Forscher: Deutscher Arbeitsmarkt schaltet einen Gang runter

IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber: „Die Konjunktur hat zwei Gänge zurückgeschaltet, der Arbeitsmarkt schaltet zumindest einen Gang runter.“ Foto: Boris Roessler

Für den Sommer rechnen sie zwar weiter mit einem Abbau der Arbeitslosigkeit und der Schaffung neuer Stellen, aber in gedämpftem Tempo, wie aus dem Arbeitsmarktmonitor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht.

Der aus der Umfrage bei den Chefs der 156 deutschen Arbeitsagenturen ermittelte Wert für das Arbeitsmarktbarometer sank im Mai zum zweiten Mal in Folge. Er ging leicht um 0,4 Punkte auf 104,1 Zähler zurück. Im April war der Wert um 0,9 Punkte auf 104,5 Zähler gefallen. Die Skala des Barometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung). Damit zeigt er weiter ein positives Klima an.

IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber führt den zurückhaltenden Ausblick der Arbeitsagenturchefs auf das zuletzt etwas langsamere Wachstum der deutschen Wirtschaft zurück. „Die Konjunktur hat zwei Gänge zurückgeschaltet, der Arbeitsmarkt schaltet zumindest einen Gang runter“, erklärte Weber. Die Zahl der Arbeitslosen im Mai stellt die Bundesagentur an diesem Mittwoch in Nürnberg vor.

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