Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Forscher entdecken neue «Dickmacher»-Gene im Bauchraum

Potsdam/Rehbrücke (dpa) Wissenschaftler haben zwei neue «Dickmacher»-Gene entdeckt, die im Fettgewebe krankhaft übergewichtiger Menschen besonders aktiv sind.

Forscher entdecken neue «Dickmacher»-Gene im Bauchraum

Eine übergewichtige junge Frau sitzt vor einer Ernährungssprechstunde auf einem Stuhl in der Klinik für Innere Medizin der Universität Leipzig. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv

Wie das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (Dife) am Mittwoch mitteilte, begünstigen diese die Fetteinlagerung im Bauchraum um die Eingeweide herum. Durch die Genaktivität werde zudem ein Enzym freigesetzt, das für die Bildung von Cortisol verantwortlich sei. Dieses Stresshormon hat direkte Auswirkungen auf die Regulation des Energiehaushalts.

Krankhaftes Übergewicht, Adipositas genannt, gehört zu den komplexen Erkrankungen, an deren Entstehung mehrere Gene im Zusammenspiel mit Umweltfaktoren beteiligt sind. Bislang sind mehrere Dutzend Risikogene für Fettleibigkeit bekannt. Eine entscheidende Rolle spielt jedoch oft auch noch die Lebensweise.

Ein Ziel der Dife-Wissenschaftler ist es, durch die Kenntnis der Gene und deren Funktion mehr über die molekularen Mechanismen zu erfahren, die zur Krankheitsentstehung beitragen, um so neue Ansätze für wirksamere Medikamententherapien zu entwickeln.

Menschen mit viel Fettgewebe im Bauchraum haben meist ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten, darunter Darmkrebs. Die Forscher um Heike Vogel haben die neue Studie im Fachjournal «Human Molecular Genetics» veröffentlicht.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wissenschaft

Siliziumkugel soll Kilogramm neu definieren

Braunschweig (dpa) Runder und glatter geht es kaum noch: Die silbrig schimmernde Kugel ist so perfekt, dass sie nirgends mehr als rund 50 millionstel Millimeter (Nanometer) von der idealen Form abweicht.mehr...

Wissenschaft

Weibliche Goldhamster in freier Natur tagaktiv

London (dpa) Goldhamster gelten als nachtaktive Tiere und bringen manchen Haustierfreund um den Schlaf. In freier Natur sind Goldhamster-Weibchen jedoch überraschenderweise tagaktiv, wie Forscher nun herausgefunden haben.mehr...

Wissenschaft

Forscher warnen vor Gift in belgischen Freiland-Eiern

Brüssel (dpa) Vor Gift in Eiern von privaten Freiland-Hühnern haben belgische Forscher gewarnt. Eine breit angelegte Untersuchung kam nach flämischen Zeitungsberichten vom Dienstag zu dem Ergebnis, dass solche Eier drei- bis fünfmal soviel giftiges Dioxin enthalten wie erlaubt.mehr...

Wissenschaft

Ältestes Goldschmuckstück Amerikas gefunden

Washington (dpa) Das älteste bekannte goldene Schmuckstück Amerikas haben Archäologen am Titicacasee in Peru ausgegraben. Die Kette mit neun Perlen sei etwa 4000 Jahre alt, berichten Mark Aldenderfer von der Universität Arizona in Tucson und Kollegen.mehr...