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Fortunas Vorsprung wird kleiner - Kiel rückt heran

Düsseldorf. Der Kampf um die Zweitliga-Spitze wird immer spannender. Kiel sitzt Düsseldorf im Nacken. Fortuna-Trainer Funkel war nach dem verpassten Sieg gegen Heidenheim empört über die Leistung des Schiedsrichters.

Fortunas Vorsprung wird kleiner - Kiel rückt heran

Für Düsseldorfs Coach Friedhelm Funkel war es das 250. Spiel als Zweitliga-Trainer. Foto: Roland Weihrauch

Nach dem zweiten Spiel ohne Sieg wird der Vorsprung von Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf in der 2. Fußball-Bundesliga kleiner.

Die Rheinländer kamen im 250. Zweitligaspiel ihres Trainers Friedhelm Funkel nur zu einem 2:2 (0:0) gegen den 1. FC Heidenheim und führen die Tabelle mit 30 Punkten mit nur noch einem Zähler vor Holstein Kiel an. In der turbulenten Schlussphase gelang den Gästen in der Nachspielzeit durch einen Strafstoß der Ausgleich durch Marc Schnatterer. Fortunas Clubchef Robert Schäfer machte dem Berliner Schiedsrichter Lasse Koslowski große Vorwürfe: „Ich weiß nicht, was der in der 2. Liga sucht. Der war von A bis Z überfordert“, sagte Schäfer.

Durch Treffer von Rouwen Hennings und Benito Raman lagen die Düsseldorfer zuvor zweimal in Führung. Trainer Funkel war fassungslos über die Leistung des Schiedsrichters. „So etwas habe ich in 27 Jahren als Trainer nicht erlebt. Dieser Schiedsrichter hat vollkommen die Kontrolle verloren und Entscheidungen getroffen, die kein Mensch nachvollziehen kann“, befand der Düsseldorfer Coach.

Verfolger Kiel kam zu einem souveränen 3:0-Erfolg gegen Dynamo Dresden. Die Treffer für die Störche erzielten Top-Torjäger Marvin Duksch, Steven Lewerenz und Kingsley Schindler. „Wir haben ein gutes Spielsystem. Im Moment wandeln wir von Erfolg zu Erfolg. Das fühlt sich gut an“, meinte Kiels Mittelfeldspieler Dominick Drexler.

Union Berlin hatte sich tags zuvor mit einem 1:0 gegen den FC St. Pauli auf Rang drei vorgeschoben, da der 1. FC Nürnberg erst am Montag (20.30 Uhr/Sky) auf den FC Ingolstadt trifft. Im dritten Sonntagsspiel trennten sich Erzgebirge Aue und Arminia Bielefeld 1:1. „Das war ein Punkt für die Moral“, sagte Bielefelds Kapitän Julian Börner.

Mit fünf Siegen aus sechs Spielen haben sich die Berliner in der Spitzengruppe etabliert. „Wenn wir diese Mentalität über die ganze Saison so zeigen können, dann ist man definitiv ganz oben dabei“, sagte Siegtorschütze Sebastian Polter nach dem hart erkämpften Erfolg im Verfolgerduell gegen St. Pauli. „Wir müssen aber diese Mentalität Spiel für Spiel zeigen“, forderte der Torjäger, der sechsmal in den vergangenen sechs Spielen getroffen hat. Dank des Erfolges gegen die Hamburger und der Niederlage des SV Sandhausen haben die Berliner schon mal zwei Konkurrenten auf Abstand gehalten.

Die großen Gewinner im Abstiegskampf sind der MSV Duisburg und Jahn Regensburg. Die Duisburger setzten sich durch einen frühen Treffer von Moritz Stoppelkamp beim zuvor zu Hause unbesiegten SV Sandhausen durch und feierten bereits den vierten Auswärtssieg. „Wir haben viel Kampf und Leidenschaft an den Tag gelegt. Man muss immer viel investieren, um in der 2. Liga einen Dreier einzufahren - das haben wir getan“, meinte Duisburgs Matchwinner. Mit dem Sieg konnte der Aufsteiger den Abstand zum Relegationsrang vergrößern.

Die Regensburger feierten beim 3:2-Erfolg gegen den Vorletzten Greuther Fürth einen wichtigen Sieg gegen einen unmittelbaren Konkurrenten. „Jetzt läuft's gerade ganz gut. Da dürfen wir uns zwar nicht blenden lassen davon, aber jetzt kommen auch die Gegner, die für uns wichtig sind“, meinte Stürmer Marco Grüttner. Für die Fürther, die die Niederlage durch ein Eigentor von Richard Magyar selbst besiegelten, wird die Situation allmählich kritisch. „Es muss jedem bewusst sein, dass es wohl bis zum letzten Spieltag eng sein wird“, sagte Kapitän Marco Caligiuri.

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