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Frankfurter Wirt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft

Frankfurt/Main. Mit ihren Vorwürfen über angebliche sexuelle Übergriffe auf Frauen in Frankfurt sorgten eine 29-Jährige und ein Wirt für Aufsehen. Nun ist die Frau tot - und eine Blutspur führte ausgerechnet zum Wirt.

Frankfurter Wirt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft

Mitarbeiter der polizeilichen Spurensicherung sichern am 9. Mai Gegenstände am Fundort der Frauenleiche. Foto: Boris Roessler

Nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Frankfurter Park ist ein 50-jähriger Wirt aus Frankfurt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich mit dem 29 Jahre alten Mordopfer am vergangenen Dienstag zu einem gemeinsamen Spaziergang getroffen hat, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag sagte. Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf der 50-Jährige die Frau „mit einer Vielzahl von Messerstichen“ getötet haben soll. Anschließend soll er die Frau vom Weg in eine angrenzende Wiese gezogen haben.

Am Samstag wurde Untersuchungshaft gegen den Wirt erlassen, der nach Polizeiangaben bisher die Aussage verweigert. Der Mann, der das Mordopfer seit längerer Zeit privat kannte und mit der Frau auch geschäftlich verbunden sei, gehörte schon früh zu den Tatverdächtigen. Er hatte aber zunächst ein „auf den ersten Blick glaubhaftes Alibi“, hieß es.

Dann war es aber eine Blutspur, die die Ermittler zu ihm führte: Die DNA einer am Tatort gesicherten Blutspur stimmte mit der DNA des Tatverdächtigen überein. Am Freitagabend wurde der Wirt festgenommen. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung online über die Festnahme berichtet.

Die blutverschmierte Leiche der Frau war wenige Tage zuvor in einem Frankfurter Park gefunden worden. Ein Hundebesitzer hatte die Tote beim Gassigehen im Volkspark Niddatal gefunden.

Der Frankfurter Haftrichter habe als Mordmerkmal Habgier angegeben, da bei dem 29 Jahre alten Opfer Schmuck gefehlt habe, so die Polizeisprecherin. Es würden aber noch weitere Motive geprüft.

Bei der Toten handelt es sich nach Angaben der Polizei um eine Frau, die wegen einer Falschaussage zu sexueller Belästigung angeklagt worden war. Sie hatte 2017 unter anderem in einem Zeitungsbericht behauptet, an Silvester zuvor von arabischstämmigen jungen Männern belästigt worden zu sein.

Auch der nun tatverdächtige Wirt eines Lokals in der sogenannten „Fressgass“ in Frankfurt hatte über entsprechende Angriffe auf weibliche Kunden in der Silvesternacht berichtet. Diese Angaben erwiesen sich später als falsch. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin Ermittlungen gegen die Beiden aufgenommen und Anklage erhoben.

Eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft hatte zuletzt erklärt, dass das Verfahren gegen den Wirt auch nach dem Tod der Angeklagten wie geplant beginnen werde. Der Prozess vor dem Amtsgericht Frankfurt war nach bisheriger Planung für den 8. Juni vorgesehen.

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