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Nach Präsidentenwahl

Frankreich wählt Nationalversammlung - Linksrutsch in Sicht

PARIS Frankreich bestimmt seine neue Nationalversammlung. Die Zeichen stehen auf Machtwechsel. Präsident Hollandes Sozialisten könnten künftig das Parlament dominieren - und ihm ein selbstbewussteres Auftreten auch im Eurobonds-Streit mit der Kanzlerin ermöglichen.

Frankreich wählt Nationalversammlung - Linksrutsch in Sicht

Eine Frau hält am in Nizza in einem Wahllokal ihre Wahlkarte in der Hand. In Frankreich hat die zweite Runde der Wahlen zur Nationalversammlung begonnen.

In Frankreich hat die zweite Runde der Wahlen zur Nationalversammlung begonnen. Sechs Wochen nach der Präsidentenwahl stimmen die Bürger der zweitgrößten EU-Volkswirtschaft an diesem Sonntag über die Zusammensetzung des Parlaments ab. Erste offizielle Hochrechnungen werden nach Schließung der Wahllokale um 20.00 Uhr erwartet. Umfragen zufolge dürfte es einen Machtwechsel von rechts nach links geben. Frankreichs neuer Präsident François Hollande kann bei der Endrunde der Parlamentswahl auf eine absolute Mehrheit für seine Sozialisten hoffen. Ein solcher Ausgang würde auch seine Position in den Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stärken, die gegen die von Hollande geforderten Eurobonds und jegliche Aufweichung der Budget-Disziplin ist. Denn die französische Linke könnte dann nahezu ungehindert die französische Politik bestimmen. In der zweiten Parlamentskammer, dem Senat, hat sie seit dem Vorjahr die Mehrheit.

Der bislang dominierenden konservativen UMP des am 6. Mai abgewählten Präsidenten Nicolas Sarkozy droht dagegen die Opposition. Die Rechtspopulistin Marine Le Pen von der Front National (FN) hofft ebenso wie ihre Nichte Marion Maréchal-Le Pen auf einen Einzug in die Nationalversammlung. Die 22-Jährige wäre bei einem Wahlerfolg die jüngste Abgeordnete. Die erste Parlamentskammer hat 577 Sitze, die absolute Mehrheit liegt bei 289 Abgeordneten. Insgesamt sind knapp 46 Millionen Franzosen wahlberechtigt. In den französischen Überseegebieten wurde schon am Vortag gewählt. Im ersten Wahlgang hatten nur 36 Kandidaten ein Mandat errungen. Große Ungewissheit herrschte allerdings bei der Wahlbeteiligung - im ersten Wahlgang waren 42,7 Prozent der Wähler dem Wahlbüro fern geblieben.Sollte die Parti Socialiste (PS) nicht allein auf die absolute Mehrheit kommen, dürfte es zur Koalition mit den Grünen kommen. Sie haben ein Bündnis mit der PS geschlossen und werden bei 14 bis 20 Sitzen gesehen. Mit Spannung wird das Ergebnis im Wahlkreis von La Rochelle erwartet, wo die sozialistische Spitzenpolitikerin Ségolène Royal um ihr Mandat bangt. Sie stimmte dort bereits am Vormittag ab. Ein örtlicher Partei-Abweichler weigerte sich, seine eigene Kandidatur zurückzuziehen, um der Ex-Partnerin von Präsident Hollande seine Stimmen zugutekommen zu lassen. Eine Solidaritätsadresse von dessen Lebensgefährtin Valérie Trierweiler an Royals Gegenspieler löste eine politische Kontroverse aus.

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