Frau in Essen getötet, Vergewaltigung in Bochum, Medienkunde an Schulen

Behörden halten Vergewaltigung unter Verschluss

Bei einem Streit in Essen ist eine Frau getötet worden, eine andere wurde schwer verletzt. In Bochum wollten die Behörden eine brutale Vergewaltigung durch einen bereits vorbestraften Sexualstraftäter unter Verschluss halten, Medienkunde wird an NRW-Schulen Pflicht: Hier ist das Morgen Update. 

NRW

, 28.02.2018, 08:13 Uhr / Lesedauer: 3 min
Frau in Essen getötet, Vergewaltigung in Bochum, Medienkunde an Schulen

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Bei Temperaturen zwischen -4 und -2 Grad bleibt der Dauerfrost, aber es ist freundlich und vor allem auch trocken. Hält der Wind sich am Morgen noch zurück, kann er später stärker wehen.

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Das ist gestern Abend und in der Nacht passiert

  • In Essen ist eine Frau getötet und eine weitere schwer verletzt worden. Wie die Polizei am frühen Morgen mitteilte, verständigte ein Zeuge die Beamten, weil er lauten Streit in der Nachbarwohnung hörte. Dort traf die Polizei auf zwei schwer verletzte Frauen und einen 55 Jahre alten Mann. Eine Frau erlag ihren Verletzungen, die zweite wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann wurde den Angaben nach vorläufig festgenommen. Der genaue Tathergang war zunächst nicht bekannt. Eine Mordkommission nahm ihre Arbeit auf.
  • Die brutrale, mehrfache Vergewaltigung einer 33-jährigen Frau auf einem Friedhof in Bochum sollte nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Wie die Rheinische Post und die Ruhr Nachrichten berichten, halten die Sicherheitsbehörden den Fall unter Verschluss, weil der Tatverdächtige ein bereits verurteilter Sexualstraftäter ist, der an einem speziellen Programm (Kurs) des Landes teilnimmt. Die Tat ereignete sich am 18. Februar und wurde vom Bochumer Oberstaatsanwalt Paul Jansen bestätigt. Der Tatversächtige sitze nun in Haft. Er war zuvor für Taten in den Jahren 2009 und 2010 verurteilt worden. Das Innenministerium war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. 
  • Medienkunde soll an Nordrhein-Westfalens Schulen Pflicht werden. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) bereite derzeit einen entsprechenden Erlass vor, schreibt die „Rheinische Post“ unter Berufung auf das Schulministerium. Ein separates Schulfach sei allerdings nicht geplant. Stattdessen sollen Schulen demnach bis zum Jahr 2021 ein fächerübergreifendes Konzept entwickeln. „Lehrer und Schüler sollen in die Lage versetzt werden, mit modernen digitalen Medien umzugehen und sie im Unterricht zu nutzen“, sagte ein Ministeriumssprecher der Zeitung. 
  • Rund sechs Wochen nach dem Orkantief „Friederike“ dürfen Spaziergänger die Wälder in Nordrhein-Westfalen wieder betreten. Zum 1. März heben die Forstämter die allgemeinen Waldsperren auf, wie der Landesbetrieb Wald und Holz NRW mitteilte. Ausnahmen bestehen demnach noch für Duisburg und Hamm. Hier sollen die betroffenen Gebiete noch bis zum 25. März gesperrt bleiben.
  • Israelische Forscher haben einem Patientenim Labor gezüchtetes Knochengewebe aus körpereigenen Zellen implantiert. Damit sei eine Lücke von vier Zentimetern in seinem Schienbein geschlossen worden, sagte der behandelnde Arzt, Nimrod Rozen vom Haemek Krankenhaus im Norden Israels, vor Journalisten. Bislang sei weltweit niemand in der Lage gewesen, eine solche Lücke so zu schließen. Der 44-jährige Patient hatte sich bei einem Fahrradunfall das Schienbein gebrochen. Trotz einer Operation, bei der ihm ein Nagel eingesetzt worden war, wuchs der Knochen nicht wieder zusammen.
  • Nigerias Streitkräfte haben im Nordosten des Landes nach eigenen Angaben innerhalb weniger Tage mehr als 1100 Menschen aus der Gewalt der islamistischen Terrormiliz Boko Haram befreit. Truppen hätten bislang von den Islamisten gehaltene Dörfer im Bundesstaat Borno nahe der kamerunischen Grenze befreit, erklärte Militärsprecher Onyema Nwachukwu. Die Angaben der Streitkräfte konnten nicht unabhängig überprüft werden. Regierung und Militär waren zuletzt heftig kritisiert worden, nachdem Boko Haram in der vergangenen Woche rund 100 Mädchen einer Schule entführt hatte.

Das wird heute spannend oder wichtig:

  • Das Diesel-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts beschäftigt den Düsseldorfer Landtag. Auf Antrag der Grünen-Opposition wird sich das Parlament in einer Aktuellen Stunde mit den Konsequenzen der Entscheidung in Leipzig befassen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte am Dienstag Diesel-Fahrverbote in Ausnahmefällen erlaubt, aber gleichzeitig auf die Verhältnismäßigkeit möglicher Maßnahmen gepocht.

Jetzt lesen

  • Im Prozess um den Bombenanschlag auf die Fußballmannschaft von Borussia Dortmund sollen ein Motorradpolizist und der Fahrer des Teambusses als Zeugen aussagen. Der Polizist hatte durch die Zündung der drei Splitterbomben am 11. April 2017 ein Knalltrauma erlitten. Nach Angaben seines Anwalts leidet er bis heute unter den Folgen der Tat.

  • Die Essener Tafel stellt heute neue Berechtigungen für Lebensmittelpakete aus. Weiterhin gilt dabei die stark umstrittene Regel, dass nur bedürftige Deutsche solche Kundenkarten erhalten können. Der vorübergehende Aufnahmestopp für Ausländer gilt seit dem 10. Januar

  • Fünf Monate nach der tödlichen Messerattacke auf eine 24-Jährige und ihren kleinen Sohn will das Landgericht Detmold heute Morgen ein Urteil sprechen. Ein 53-Jähriger ist wegen zweifachen Mordes angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen vor, die beiden im September 2017 in Detmold mit jeweils 15 Messerstichen getötet zu haben.

  • Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht die Arbeitslosenzahlen für Februar. Von dpa befragte Volkswirte deutscher Großbanken rechnen wegen des teils frostigen Winterwetters nur mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosenzahl von voraussichtlich 15.000. Damit wären zuletzt 2,55 Millionen Erwerbslose bei den deutschen Arbeitsagenturen und Jobcentern registriert gewesen - rund 200.000 weniger als vor einem Jahr.

  • Hat ein Restaurator vier Kunstgemälde mit seiner Arbeit ruiniert? In dem Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht München (OLG) will der Senat heute Morgen eine Entscheidung verkünden. Das kann ein Beweisbeschluss zur Anhörung eines weiteren Zeugen oder ein Urteil sein. Eine abschließende Entscheidung sei aber unwahrscheinlich, hieß es vom Gericht.

  • EU-Unterhändler Michel Barnier stellt in Brüssel den ersten Entwurf eines Brexit-Vertrags vor. Dieser soll die wichtigsten Trennungsfragen sowie die geplante Übergangsphase nach dem EU-Austritt Großbritanniens 2019 regeln.

  • Bergwacht und Polizei wollen am oberbayerischen Sudelfeldgebiet zwischen Oberaudorf und Bayrischzell einen Lawineneinsatz proben. Die Übung im unwegsamen, winterlichen Gelände simuliert den Abgang einer Lawine, bei dem mehrere Skifahrer mitgerissen und verschüttet werden. Seit vergangenem Herbst starben allein in Bayern drei Menschen in Lawinen; im gesamten Alpenraum gab es eine ganze Reihe von Unglücken.

Hier geht es zum täglichen Update von Borussia Dortmund und Schalke 04.


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...30 Jahren stoßen Archäologen in der Londoner City bei Ausgrabungsarbeiten auf Reste des lange gesuchten römischen Amphitheaters.

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