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Frauen-Weltmeisterschaft: Das Drei-Millionen-Euro-Spiel

BOCHUM Jetzt heißt es Farbe zu bekennen: Wenn Bochum wirklich die Fußball-WM der Frauen will, muss die Stadt investieren. Rund drei Millionen Euro (ohne Umsatzsteuer) sind aufgerufen.

von Von Thomas Aschwer

, 27.08.2008
Frauen-Weltmeisterschaft: Das Drei-Millionen-Euro-Spiel

Wenn im rewirpowerSTADION Spiele der FIFA-Frauen-WM stattfinden sollen, muss die Stadt rund drei Millionen Euro für bauliche Veränderungen in die Hand nehmen.

Geld, das vor allem in die Infrastruktur des rewirpower-STADIONS gesteckt werden muss. Ob zentraler Spielerinnenaufgang zum Spielfeld, Ausbau der Flutlichtanlage, sanitäre Einrichtungen oder WM geeigneter Rasen - zu tun gibt es reichlich, um die Vorgaben zu erfüllen. Nicht leichter macht die Entscheidung, dass die Zeit drängt.

Bis zum 19. September muss sich Bochum definitiv erklären, ob es WM-Standort werden will oder nicht. Bereits am 30. September - genau 1000 Tage vor dem Anpfiff des ersten WM-Spiels - wird voraussichtlich Bundeskanzlerin Angela Merkel die Namen der acht WM-Standorte verkünden. Unsere Stadt hat nach Einschätzung von Experten gute Chancen dabei zu sein. Wenn sie denn will.

Hochburg

In der Frauenfußballhochburg Ruhrgebiet ist Bochum die einzige Stadt, die den Hut vorläufig in den Ring geworfen hat. Nicht Schalke, nicht Dortmund sind im Rennen. Die Stadien könnten für eine Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft zu groß sein. Nicht nur deshalb sind Bochums Chancen ausgesprochen gut, am Ende wirklich den Zuschlag zu bekommen. Denn nur drei Bewerber fallen bei der Auswahl durchs Sieb.

Die Bedeutung der endgültigen Bochumer Entscheidung stellte Wolfgang Cordes gestern im Hauptaussschuss heraus und reklamierte für die Grünen Beratungsbedarf an. In der nächsten Ratssitzung am 11. September wird sich seine Partei aber ebenso erklären müssen wie die anderen Fraktionen. Angesichts der schwierigen Haushaltslage sicher keine leichte Aufgabe. Sollte die Politik grünes Licht für eine Bewerbung geben, muss sie auch die Frage beantworten, wie sie die bereits im nächsten Jahr fälligen zwei Millionen stemmen will. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Summe in etwa für die notwendigen Baumaßnahmen am Stadion benötigt wird.Vorfreude

In den Jahren 2010 und 2011 würden jeweils weitere 500 000 Euro fällig für bauliche und technische Anpassungen sowie für temporäre Veränderungen (Herrichtung weiterer Flächen und Räume) während der WM.

Die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft ist in Bochum jedenfalls riesig. Beim VfL ohnehin, der ganz besonders auch von der Aufwertung des Stadions profitieren würde. Aber auch die vielen Aktiven und Fans hoffen, dass die Politik grünes Licht gibt. Schon bald sind alle Beteiligten schlauer.