Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Fred Ape beim Folk unterm Turm der St. Pius-Gemeinde

RÜDINGHAUSEN Mit dem Dortmunder Liedermacher Fred Ape ist es so wie mit dem Wein: Je älter desto besser. Das unterstrich er Freitagabend einmal mehr, als er u.a. die CD "Zeit" vorstellte. Im Garten der St.-Pius-Gemeinde in Rüdinghausen begeisterte der Poet die rund 150 Zuhörer mit grandiosem Gitarrenspiel und einfühlsamem Gesang.

von Von Dietmar Bock

, 17.08.2008
Fred Ape beim Folk unterm Turm der St. Pius-Gemeinde

Der Dortmunder Liedermacher Fred Ape.

Fred Ape intonierte einen umfassenden Überblick über die mittlerweile 35-jährige Bühnenpräsenz. Die Fans waren zu recht restlos begeistert. Von den Stücken des Trios "Ape, Beck und Brinkmann" über die Klassiker aus seinen bisherigen Solo-Alben ("So läuft das eben", "Cowboys dürfen das") und die Songs der eben erst erschienenen CD bis hin zu bisher noch nicht veröffentlichten Werken wie "Wasser im Keller" (zum Unwetter, bei dem Teile von Dortmund förmlich abgesoffen sind) war alles dabei, für das der Künstler steht: Aufrichtigkeit, Kampf gegen Ungerechtigkeit, Fußball und Familienleben. Mit 55 Jahren noch jeden Sonntag im Fußballtor Fred Ape, der mit seinen 55 Jahren immer noch jeden Sonntag im Fußballtor Bälle pariert, klagt nicht nur die Missstände klar und deutlich an sondern bringt seine Kritik stets augenzwinkernd und humorvoll rüber. Seine verbalen Abschläge sind gefürchtet. Vor allem die Rückblicke auf sein eigenes Leben ("Wir sind das", "Jahre meines Lebens") gingen unter die Haut und ließen die etwas "erfahreneren" Zuhörer beim lauschigen Sommerabend unterm Pius-Kirchturm in Erinnerungen schwelgen. Da hingen sie dem Meister des eingehenden Gesangs an den Lippen, sangen, wippten und fühlten mit.

Gitarrenvirtuose spielte seine ganze Klasse aus

Seine ganze Klasse spielte der Gitarrenvirtuose bei "Beauftragter für Ruhe" aus. Da war er mal laut, mal leise - mal schnell, mal langsam, was sich zu einem äußerst gelungenen, sehr realen Lärm-Protest zusammenfügte und die Sehnsucht nach Stille laut werden ließ. Nach über zwei Stunden ließ sich Ape nicht lumpen und zupfte gleich noch einen Zugabenblock hinterher. Danke für die gute "Zeit".