Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Freiburgs grüner Oberbürgermeister Salomon ist abgewählt

Freiburg. War das ein Warnschuss für Schwarz-Grün im Ländle? Nach 16 Jahren muss Freiburgs grüner Oberbürgermeister Salomon gehen - abgelöst vom parteilosen Martin Horn, den die SPD unterstützt hatte.

Freiburgs grüner Oberbürgermeister Salomon ist abgewählt

Nach 16 Jahren abgewählt: Der Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon. Foto: Patrick Seeger

Der grüne Oberbürgermeister von Freiburg, Dieter Salomon, ist nach 16 Jahren im Amt abgewählt. Der 57-Jährige erreichte bei der Oberbürgermeisterwahl nicht die Mehrheit der Stimmen.

Zum neuen Rathauschef wählten die Freiburger den parteilosen Sozialwissenschaftler Martin Horn (33). Er ist nach eigenen Angaben der jüngste Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt. Horn, der im Wahlkampf von der SPD unterstützt wurde, tritt das Amt am 1. Juli an.

Horn wurde kurz nach seinem Wahlsieg angegriffen und verletzt. Der 33-Jährige wurde bei seiner Wahlparty am Sonntagabend attackiert, wie ein Sprecher der Polizei in Freiburg bestätigte. Ein Tatverdächtiger sei vorläufig festgenommen worden. Hintergründe der Tat seien noch nicht bekannt. Horn habe vom Rettungsdienst behandelt werden müssen, es handele sich um leichte Verletzungen.

Salomon war vor 16 Jahren zum Stadtoberhaupt gewählt worden. Er war erster grüner Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt. Der 57-Jährige hatte bereits vorab angekündigt, im Falle einer Wahlniederlage in den Ruhestand zu gehen. „Für mich beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt“, sagte er am Wahlabend. Nach vielen Jahren als Berufspolitiker verlasse er nun seine politischen Ämter. Es sei ihm nicht gelungen, die Mehrheit der Wähler zu überzeugen. „Martin Horn ist der Sieger“, sagte Salomon. Dies müssten er und seine Unterstützer anerkennen.

Horn, Europa- und Entwicklungskoordinator bei der Stadt Sindelfingen, hatte sich bereits im ersten Wahlgang vor Salomon an die Spitze gesetzt. Er erreichte nach Angaben des Rathauses 44,2 Prozent der Stimmen. Salomon kam auf 30,7 Prozent. Das Wahlergebnis wurde als Schlappe für die Grünen und die CDU gewertet - die beiden Parteien hatten sich für Salomons Wiederwahl stark gemacht. Die Wahlbeteiligung lag nach offiziellen Angaben bei 51,7 Prozent.

Freiburg ist mit rund 230.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Baden-Württemberg. Vor Salomon hatte 40 Jahre lange die SPD den Oberbürgermeister in Freiburg gestellt.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Inland

SPD-Vize Stegner zieht rote Linien im Asylstreit

Berlin. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) stößt mit seinen Plänen für eine schärfere Flüchtlingspolitik nicht nur bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf entschiedenen Widerstand, sondern auch bei der SPD.mehr...

Inland

Neuer NRW-SPD-Chef Hartmann: „Niemand will traurige Truppe“

Bochum. Es war eine Zitterpartie - doch dann jubelte die SPD in Nordrhein-Westfalen ihrem neuen Vorsitzenden sogar zu. Ein wenig bekannter 40-Jähriger ist nun Chef des mächtigen Landesverbands.mehr...

Inland

Mehr als 1000 Demonstranten fordern raschen Kohleausstieg

Berlin. Zwei Tage vor der ersten Sitzung der Kohlekommission haben nach Veranstalterangaben mehr als 1000 Aktivisten im Berliner Regierungsviertel für einen schnellen Kohleausstieg demonstriert.mehr...

Inland

CSU triezt Merkel vor dem EU-Asyl-Treffen

Berlin. Die CSU lässt im Asylstreit mit der Kanzlerin nicht locker und dreht vielmehr richtig auf: Kurz vor dem - für Merkel wichtigen - EU-Treffen zum Thema geben Seehofer und andere der CDU-Chefin unverhohlene Botschaften mit. Aber verzockt sich die CSU vielleicht?mehr...

Inland

Umfrage: Union verliert - AfD mit 16 Prozent auf Rekordhoch

Berlin. Die AfD ist durch die heftigen Machtkämpfe in der Union im Höhenflug: Während CDU/CSU in Richtung 30-Prozent-Marke absacken, erreicht die rechtspopulistische Partei ihren bisherigen Bestwert.mehr...

Inland

Buntes Dorffest gegen rechtsnationales AfD-Treffen

Burgscheidungen. Zu einem abgeschotteten Treffen des rechtsnationalen AfD-„Flügels“ kommen laut Polizei rund 1000 Teilnehmer nach Burgscheidungen. Der kleine Ort im Süden Sachsen-Anhalts gibt seine eigene Antwort darauf.mehr...