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Freie Wahl der Schule eng begrenzt

WITTEN Eltern nutzen ihre neue Freiheit, wenn es darum geht, ihr Kind an einer Grundschule anzumelden. Das haben Anmeldungen der Lernanfänger für das Schuljahr 2008/09 in der letzten Woche zwar nicht an allen Schulen, aber vereinzelt sehr deutlich gezeigt.

von Von Beatrice Haddenhorst

, 23.10.2007
Freie Wahl der Schule eng begrenzt

Nicht jeder Elternwunsch einer bestimmten Schule für den Nachwuchs kann erfüllt werden.

„Wir haben sehr viele Anmeldungen, auch von Kindern, die nicht in unserem Umfeld wohnen“, sagt Maria Nehm, Leiterin der Hüllbergschule. Laut Ratsbeschluss soll ihre Schule künftig zweizügig geführt werden. Anmeldungen liegen nun aber für drei Klassen vor.

Eine Wanderungsbewegung hat auch ihr Kollege Uwe Tutas aus der Erlenschule ausgemacht, jedoch in die andere Richtung: „Wir haben nicht so viele Anmeldungen, wie wir erwartet haben. Nicht alle Kinder, die in unser Einzugsgebiet gehören, wurden hier auch angemeldet.“ Andererseits hat er in den letzten Tagen aber auch schon Anrufe von Eltern bekommen, die ihr Kind zwar woanders angemeldet haben, aber nun fürchten, keinen Platz an der Wunschschule zu bekommen und zur Erlenschule ausweichen möchten.

Solche Sorgen von Eltern, so bestätigt Maria Nehm, sind nicht unbegründet: „Wir haben Eltern schon bei einem Infoabend vor den Anmeldungen darauf vorbereitet, dass vielleicht nicht alle einen Platz bei uns bekommen.“ Das sei vor allem für die Eltern eine bittere Pille gewesen, die mit ihrem Wohnsitz bisher in die alten Schuleinzugsgrenzen der Hüllbergschule gehörten.

Dass diese alten Grenzen nicht mehr gelten, bestätigt Schulamtsleiter Siegfried Ebel: „Es zählt jetzt nur noch die fußläufige Nähe. Jedes Kind hat ein Recht auf einen Platz an der nächstgelegenen Grundschule. An anderen Schulen wird es nur aufgenommen, wenn dort auch Platz ist.“

Anmeldungen ausreichend für nur eine Klasse hat bisher die Breddeschule. Doch Schulleiterin Elke Kittel ist sicher, dass es noch mehr werden. Es habe jedes Jahr Nachzügler gegeben.

An der Stockumer Harkortschule ist alles wie gehabt. Die Stockumer Kinder wurden, so Schulleiterin Ulrike Gilsebach, dort angemeldet. Ähnlich sieht es auch an der Bruchschule aus. Die Zahl der Anmeldungen entspricht der Kapazität.

Was die Hüllbergschule betrifft, müssen einige Eltern sich aber wohl darauf gefasst machen, dass ihre Wunschschule keinen Platz für ihr Kind und die Wahlfreiheit der Eltern enge Grenzen hat.