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Freitag springt zu Sieg und Gesamtführung - „Macht Spaß“

Nischni Tagil. Vierter, Sechster, Erster: Richard Freitag ist derzeit der beste deutsche Skispringer. In Nischni Tagil zeigt er seine ganze Qualität und darf nach langer Wartezeit endlich wieder jubeln. Doch auch weitere DSV-Adler sind in bester Verfassung.

Freitag springt zu Sieg und Gesamtführung - „Macht Spaß“

Richard Freitag sprang von Rang acht noch auf Platz eins. Foto: Andrzej Grygiel

Richard Freitag war mit dem Jubeln noch gar nicht richtig fertig, da streiften ihm die Offiziellen schon das Gelbe Trikot über. 

Der Sachse durfte sich beim Weltcup im russischen  Nischni Tagil nicht nur über seinen ersten Sieg seit fast drei Jahren freuen, sondern auch über die Gesamtführung im Weltcup.

„Es hat einfach Spaß gemacht. Man hat gesehen, dass bei uns Zug dahinter war. Da will man auch mithalten“, sagte Freitag nach dem Wettkampf am Samstag. „Es ist zum Glück belohnt werden“, fügte der derzeit beste deutsche Skispringer an.

Mit seinem sechsten Weltcup-Erfolg sicherte sich der 26-Jährige auch das Ticket für die Olympischen Spiele in Pyeongchang. Nach Rang vier in Wisla und Platz sechs in Kuusamo schaffte es Freitag diesmal ganz nach oben - obwohl er zur Halbzeit nur Achter war. „Richard hat einen ganz tollen zweiten Sprung gemacht. Ich gratuliere ihm dazu“, sagte  Bundestrainer Werner Schuster im ZDF. „Er hat eine richtige Freude am Springen und hat sich hier schon belohnt“, lobte der Coach. Freitag verfüge über „eine Riesenqualität“.

Doch auch hinter Freitag ist das DSV-Team derzeit in starker Verfassung. Andreas Wellinger sprang mit einem Versuch auf 138,5 Meter von Rang 21 noch auf Platz vier nach vorne. „Es war ein ganz anderes Gefühl als noch im ersten Durchgang“, sagte Wellinger.

Auch Karl Geiger, der zwar nach dem ersten Sprung noch geführt hatte, belohnte sich für einen starken Wettkampf. Er wurde Sechster. „Ich habe einfach mein Zeug gemacht und auch in dieser besonderen Situation versucht, konzentriert zu bleiben. Das ist mir auch gelungen“, sagte Geiger.

Die stärksten Rivalen der formstarken Deutschen sind überraschend nicht Vierschanzentournee-Sieger Kamil Stoch aus Polen oder der Österreicher Stefan Kraft, sondern die Norweger. Daniel Andre Tande als Zweiter und Johann Andre Forfang auf Rang drei belegten nicht nur in Nischni Tagil die Podestplätze, sondern sind auch im Weltcup die ersten Verfolger von Freitag, der letztmals bei der Tournee 2015 in Innsbruck einen Weltcup-Sieg feiern durfte. Tande (141 Meter im ersten Sprung) und Forfang (141,5 Meter im zweiten Versuch) stellten am Samstag gar neue Schanzenrekorde auf.

„Wir haben eine ganz gute Mannschaft“, sagte Schuster nach dem nächsten starken Ergebnis. Obwohl das Team auf Olympiasieger  Severin Freund wegen eines Kreuzbandrisses den kompletten Winter verzichten muss, ist der Start in das höhepunktreiche Jahr mit Tournee, Skiflug-WM in Oberstdorf und Olympia gelungen. Oder wie Siegspringer Freitag sagt: „Es macht einfach tierisch Spaß.“ Am kommenden Wochenende dürfen Freitag, Wellinger und Co. dann vor eigenem Publikum in Titisee-Neustadt auf weitere Top-Plätze hoffen.

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