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Dschungelcamp 2016

Freitag startet der Dschungel-Wahnsinn

KÖLN. Nun machen es also Jenny Elvers, Gunter Gabriel und Thorsten Legat: Mit dem Einzug ins Dschungelcamp Nr. 10 werden sie Teil der (Fernseh-)Geschichte. Am Freitag startet der Dschungel-Wahnsinn und die Kandidaten versprechen eine explosive Mischung. So funktioniert der Dschungel und diese Stars sind dabei.

Freitag startet der Dschungel-Wahnsinn

Sonja Zietlow und Daniel Hartwich, die Moderatoren der RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!".

Die Kandidaten im Dschungelcamp Nummer 10

Nathalie Volk (19): Das Campküken wurde durch die Castingshow Germany's Next Topmodel bekannt. Volks Auftreten dort galt als verbissen ehrgeizig. Wohl mit Erfolg: Sie arbeitet tatsächlich als Model - etwa für ein Dessous-Label - und entwirft nebenbei Schmuck.
Sophia Wollersheim (28): 2010 heiratete sie Rotlichtgröße Bert Wollersheim - kann sich "mit den Begebenheiten der Branche" aber nicht anfreunden, wie es auf ihrer Homepage heißt. Sie singt und hat eine DJ-Ausbildung absolviert. Kameras scheinen für das It-Girl kein Problem zu sein: Die waren schon bei einer Schönheits-OP dabei.
David Ortega (30): Der Schauspieler (Köln 50667) mit spanischen Wurzeln erlebte schon bei Big Brother Rund-um-die-Uhr-Überwachung. Nach eigener Aussage ist er ein Stück weit Macho, impulsiv und laut. Bei Frauen seien ihm das Äußere und "gewisse Intelligenz" wichtig.
Menderes Bagci (31): Er ist wie ein Running Gag bei der Castingshow Deutschland sucht den Superstar. Jedes Mal dabei, aber nie in der Hauptrunde - die Stimme überzeugte nicht. Auf seiner Homepage klingt das erfolgreicher. Unter 2010 steht etwa: In der Jugendzeitschrift hey! wird sogar ein erstes Poster von Menderes veröffentlicht.
Helena Fürst (41): Bei RTL hat sie erst als "Anwältin der Armen" und später als "Kämpferin aus Leidenschaft" Menschen zu Gerechtigkeit geholfen. Die Betriebswirtin will auch im Dschungel Klartext reden - weiß aber auch: "Manche Menschen haben damit ein großes Problem."
Jenny Elvers (43): Die Schauspielerin (Männerpension) bezeichnete sich mal als "Queen-Mum der Luder". Heute hat sie einen Sohn und beschreibt sich als bodenständig und humorvoll. Nach Alkoholabsturz, Scheidung und Negativschlagzeilen will sie "zeigen, wie ich bin".
Thorsten Legat (47): Der Ex-Fußballprofi wurde 2015 Trainer beim Landesligisten FC Remscheid. Dort fiel er vor allem mit saloppen Sprüchen (Man ballert sich den Arsch voll) auf. Er sagt: "So wie ich mich einschätze, kann ich für alle im Camp ein Vorbild sein."
Brigitte Nielsen (52): Der Hollywood-Star ist als einzige Kandidatin in der deutschen Dschungelcamp-Geschichte ein zweites Mal dabei, hat sich die erneute Teilnahme im Sommer erspielt. 2012 überzeugte die die Schauspielerin mit guter Laune und gewann die sechste Staffel.
Jürgen Milski (52): Er war bei der Deutschland-Premiere der Container-Sendung Big Brother dabei. Das brachte ihm so viel Aufmerksamkeit, dass er seinen Job bei einem Autobauer an den Nagel hing und zum Moderator und Sänger unter anderem am Ballermann wurde.
Ricky Harris (53): Ob als Moderator seiner täglichen Talkshow oder von Verkaufssendungen - der Amerikaner mit den Dreadlocks wirkt stets ein wenig schrill. Fürs Dschungelcamp kündigt er eine harte Seite an: "Da muss jetzt mal ein Mann reingehen, der sagt, wie es läuft und der alles mitmacht und alles mitfrisst."
Gunter Gabriel (73): Der Country- und Schlagersänger (Komm unter meine Decke, Hey Boss, ich brauch' mehr Geld) hat viele Höhen und Tiefen erlebt: zwischen Millionen auf dem Konto und wirtschaftlichem Ruin, Alkohol, Drogen und vier Scheidungen. Das hat ihn wohl abgehärtet für Australien: "Da habe ich mich immer durchgekämpft."
Rolf Zacher (74): Sein Gesicht kennt vermutlich jeder TV-Zuschauer - vorzugsweise als markante Gangster-Visage. Der Schauspieler (Endstation Freiheit» war im Knast und hatte Probleme mit Drogen. Zum letzten runden Geburtstag kündigte er an: "Ab 70 geht's los."

Die am besten laufende TV-Show in Deutschland nach dem Aus von "Wetten, dass..?" feiert Jubiläum. Am Freitag startet die zehnte Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!". Zwölf Kandidaten schickt RTL dann in den australischen Dschungel. Das ist nicht die einzige Neuerung, die sich die Kölner haben einfallen lassen. 

"Nach der ersten Staffel konnten wir uns durchaus vorstellen, noch ein paar Mal Promis in den Dschungel zu schicken. An zehn Staffeln hat freilich niemand gedacht", sagt Markus Küttner, Bereichsleiter Comedy & Real Life bei RTL. Schon bei der Premiere 2004 seien die Verantwortlichen sehr vom Erfolg der Sendung überrascht gewesen. "Dass die Show so durch die Decke gehen würde, war nicht abzusehen."

Anders sieht es Fernsehforscherin Joan Kristin Bleicher von der Uni Hamburg: Der Erfolg der ersten Staffel habe schon nahegelegt, dass die Sendung langfristig gut laufen wird. Sie kombiniere ganz verschiedene Elemente miteinander - Exotik, interessante Figuren, Comedy-Elemente, Provokationen. Das hat Unterhaltungswert. Und das inzwischen alljährlich wiederkehrende Ritual bindet Zuschauer.

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Laut einer Befragung durch die RTL-Vermarktungsgesellschaft IP Deutschland haben bei der vergangenen Staffel 45 Prozent jede oder fast jede Folge gesehen. Neben diesen sogenannten Heavy-Sehern gab ein Viertel der Befragten an, ungefähr die Hälfte oder mehr Folgen gesehen zu haben. Eine derart hohe Zuschauerbindung ist natürlich auch für Werbetreibende interessant. So schreibt IP in der Analyse für einen Internetdienstleister, das Engagement 2015 sei für die Marke aus Werbewirkungs-Gesichtspunkten ein voller Erfolg gewesen.

 

In diesem Jahr hängt sich eine Reise-Suchmaschine aus Dänemark an den Erfolg der Show - im Fernsehen wie im Internet. Über die Höhe des Sponsorings und damit über den Marktwert des Dschungelcamps schweigt RTL. Wissenschaftlerin Bleicher sieht für Unternehmen vor allem bei Produktplatzierungen während der Live-Sendungen gute Chancen, die Aufmerksamkeit des Publikums zu erhaschen. "Ansonsten interessieren sich die Zuschauer eher für die Sendung als für die Unternehmen, die das sponsern", ist sie überzeugt. Es profitiere vor allem der Sender.

"Gerade bei den Stars hingegen ist es zu beobachten, dass der Erfolg bei vielen doch ausbleibt", meint Bleicher. Dieses Mal zählen Sänger Gunter Gabriel (73), Schauspielerin Jenny Elvers (43), Fußballtrainer Thorsten Legat (47) und TV-Anwältin Helena Fürst (41) zu den Teilnehmern. Wieder mit dabei ist auch die Dschungelkönigin von 2012, Hollywood-Star Brigitte Nielsen. Die 52-Jährige hat sich im Sommer den erneuten Einzug ins Pritschenlager erkämpft.

Kandidaten sind ein Risiko

Sie sollen es reißen. Denn die Vorgängerstaffel galt vielen als zu langweilig. Die Zuschauerzahl (ab 3 Jahren) sackte von knapp 8 Millionen im Jahr 2014 auf 6,8. Dennoch lag der Marktanteil in der so wichtigen Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen bei 35,9 Prozent - und damit deutlich über dem RTL-Jahresschnitt von 12,2 Prozent.

Trotzdem sagte auch Moderatorin Sonja Zietlow jüngst über die Teilnehmer der neunten Staffel: "Ja, die haben schon Arbeitsverweigerung gemacht." RTL-Bereichsleiter Küttner hätte sich auch "mehr Leben im Camp gewünscht" - rechtfertigt aber: "Wir bleiben uns auf jeden Fall treu und erzählen die Dinge so, wie sie stattfinden im Camp." Bei der Promi-Mischung hätten sie mal mehr, mal weniger Glück. "Das Risiko muss man bei so einem Format eingehen."

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Waren die Schreie vor zwölf Jahren noch laut - vor allem wegen der Ekelprüfungen wie servierten Känguruhoden und Bädern in wuselnden Kakerlaken oder Aalschleim, sind die meisten Kritiker inzwischen verstummt. Das Format hat sich als couch-potato-freundliche Abendunterhaltung etabliert. Um wieder mehr Schwung reinzubringen, hat sich RTL für die Besatzung der Jubiläumsausgabe ein paar neue Aufgaben ausgedacht. Der Sender schweigt auch dazu. Schließlich sollen die Kandidaten genauso überrascht werden wie das Publikum.

von dpa

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