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Freundeskreis bleibt verlässlicher Partner

BOCHUM Wenn am Sonntag die Synagoge und das Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen feierlich eingeweiht wird, bedeutet es nicht, dass auch die Arbeit des Freundeskreises getan ist.

von Von Thomas Aschwer

, 12.12.2007
Freundeskreis bleibt verlässlicher Partner

Gerd Liedke vom Freundeskreis der Synagoge.

Ganz im Gegenteil. Es bleibt dauerhaft viel zu tun. Erstes Stichwort ist das Geld. Zwar kann der Kreis stolz darauf sein, dass er etwa eine halbe Million Euro zusammen gebracht hat, trotzdem fehlt noch viel Geld. Die jüdische Gemeinde muss schließlich das aufgenommene Darlehen verzinsen und tilgen.

Mindestens ebenso wichtig ist die Unterstützung bei der Unterhaltung der Synagoge. Dabei geht es nicht um die Reinigung oder die Bereitstellung von Gas, Wasser oder elektrischer Energie. Viel mehr will der Freundeskreis der Gemeinde helfen, den Dialog mit den nichtjüdischen Menschen fördern und vertiefen und die nachwachsenden Generationen stärker in die Gestaltung des Gemeindelebens einzubeziehen. Notwendig ist auch, dass die Gemeinde Selbstbewusstsein entwickelt.

In den nächsten Wochen und Monaten wird es aber vor allem darum gehen, sich religiös und kulturell für alle interessierten Bürgerinnen und Bürgern zu öffnen. Weil die Festveranstaltung allein aus Kapazitätsgründen nichtöffentlich ist, sind vielfältige Besichtigungstermine in Vorbereitung. So veranstaltet die jüdische Gemeinde Anfang 2008 einen Tag der offenen Tür. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Besichtigungen

Die Volkshochschule bietet am 21. Februar (Donnerstag) eine Besichtigung der Synagoge an. Vier etwa zweistündige Besichtigungen sind zudem unter der Regie von Bochum Marketing geplant. Die Termine sind: 8. April, 6. Mai, 4. September und 7. Oktober. Beginn ist jeweils um 17 Uhr.

Eingeladen sind alle Bürger, sich am Sonntag um 11.45 Uhr am Ort der früheren Synagoge einzufinden. Von hier aus werden die Thorarollen in einem feierlichen Zug zur neuen Synagoge getragen. Anschließend beginnt die nichtöffentliche Festveranstaltung, zu der Charlotte Knobloch Dr. Jürgen Rüttgers (Foto), Präsidentin des Zentralrates der Juden, und Ministerpräsident (Foto) erwartet werden.