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"Friedenslicht der Religionen" soll Dialog stärken

Gemeinde Heilige Familie

Menschen verschiedener Konfessionen sollen in Dortmund in einen Dialog kommen. Der Dortmunder Künstler Leo Lebendig hat dazu das "Friedenslicht der Religionen" geschaffen. Bis zum 24. Juni ist es im katholischen Gemeindehaus in Marten zu sehen.

MARTEN

von Von Nils Heimann

, 13.06.2012
"Friedenslicht der Religionen" soll Dialog stärken

Das Friedenslicht von Künstler Leo Lebendig (vorne) erhellt zur Zeit das Gemeindehaus der katholischen Gemeinde heiligen Familie in Marten.

Geschaffen hat das „Friedenslicht der Religionen“ der Dortmunder Künstler Leo Lebendig anlässlich der Kulturhauptstadt Ruhr.2010. Nun hängt das international beachtete Kunstwerk bis zum 24. Juni im katholischen Gemeindehaus an der Straße Sadelhof 16 in Marten. Der Grund: Auf Anregung von Oberbürgermeister Ullrich Sierau entwickelten christliche, muslimische und jüdische Gemeinden das Projekt „Friedenslicht der Religionen in den Dortmunder Stadtbezirken.“ Und nachdem das „Friedenslicht“ schon im Dortmunder Norden und Süden Station gemacht hatte, ist jetzt der Westen dran.

Gastgeber ist die katholische Gemeinde Heilige Familie. Den Sinn hinter dem Projekt, das von der Stadtsparkasse Dortmund finanziell unterstützt wird, erklärt Pfarrer Friedrich Stiller, Dialogbeauftragter der evangelischen Kirche Dortmund: „Menschen der verschiedenen Konfessionen sollen die Gelegenheit bekommen, zu kommunizieren, Eindrücke von den anderen Religionen zu bekommen und so den Frieden innerhalb der Stadt zu fördern.“ Diese „gezielte Zusammenführung der unterschiedlichen Konfessionen“ demonstriere aber nicht nur eine religiöse sondern vor allem auch eine kulturelle Verbindung, die im Dialog weiter vertieft werden könne, glaubt Rabbiner Avichai Apel von der jüdischen Kulturgemeinde.

Voll des Lobes ist auch Ahmad Aweimar, Sprecher des Rates der Muslime in Dortmund, der die Einzigartigkeit des Projektes unterstreicht: „Eine vergleichbare Veranstaltung gibt es sonst nirgendwo in Deutschland.“ Kein Wunder also, dass die Gemeinde Heilige Familie stolz darauf ist, als Gastgeber für den Stadtbezirk Lütgendortmund die Organisation der dreiwöchigen Aktion, mit verschiedenen Veranstaltungen, übernehmen zu dürfen. Margarete Koniecny versichert: „Uns ist das friedliche Nebeneinander der unterschiedlichen Menschen sehr wichtig, daher leben wir diese Idee schon länger ganz aktiv, etwa mit Sprachkursen speziell für Frauen, oder mit unserem Sprachcafé, in dem sich Frauen mit Migrationshintergrund über Alltagsprobleme austauschen können.“  Logisch, dass die Gemeinde diese Frauen mit ins Boot holt. „Die Frauen werden unsere Gäste bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstag bewirten und auf der Abschlussveranstaltung auch noch ein internationales Buffet ausrichten.“ 

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