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Friedliche Fans müssen beschützt werden

VfL Bochum

Die Staatsanwälte sind bereits Dauergast beim VfL Bochum – zum Arbeiten, nicht zum Vergnügen. Aber was denkt der Verein über den Einsatz von so genannten Fußball-Richtern? Für den VfL Bochum und seinen Fanbeauftragten ist das durchaus denkbar. Mehr noch: Ein solches Vorgehen gegen gewaltbereite Stadionbesucher wird vom Verein ausdrücklich unterstützt.

BOCHUM

von Von Claudia Staudt

, 30.05.2012
Friedliche Fans müssen beschützt werden

Unter anderem wegen solcher Szenen wird jetzt über so genannte Fußball-Richter nachgedacht.

Im Bochumer Rewirpower-Stadion ist der erste Schritt in Richtung Fußball-Richter beeits gemacht (RN berichteten): Bei jedem VfL-Spiel sind nicht nur Polizisten, sondern auch zwei Staatsanwälte vor Ort. Für den Fanbeauftragten Dirk Michalowski ist das in Ordnung: „Das dient der Staatsanwaltschaft und der Polizei zur schnelleren und besseren Aufklärung. Uns als Fans betrifft das in erster Linie ja gar nicht.“ Zwar sei das Bochumer Stadion ohnehin mit guter Sicherheitstechnik ausgestattet, so Michalowski mit Verweis auf die Kameras, dennoch: „Wenn der Besuch der Staatsanwälte der Sicherheit in den Stadien dient, ist das in Ordnung.“ In einem Gespräch mit den Ruhr Nachrichten hatte Polizeisprecher Volker Schütte betont, wie wichtig es sei, dass die Staatsanwälte „die Dynamik des Spiels und das Drumherum“ mitbekommen.

So sieht man das auch von Seiten des VfL Bochum: „Die Staatsanwälte können sich bei den Besuchen im Stadion einen Überblick über die Stimmung und die Atmosphäre verschaffen“, sagt VfL-Pressesprecher Christian Schönhals. „Wenn das bei einer späteren Anklageerhebung und der Strafverfolgung hilft, dann ist das in unserem Interesse.“ Man helfe und unterstütze gerne bei der Strafverfolgung. Denn: „Wir können als Verein nicht die komplette Handhabe haben – die Strafverfolgung ist Sache des Gesetzgebers“, so Schönhals. Teilweise habe die Situation in Fußballstadion Dimensionen erreicht, bei denen ein Verein nichts mehr machen könne. „Wir haben unsere friedlichen Fans im Blick – und denen wollen wir einen gefahrlosen Besuch des Stadions ermöglichen.“