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Friedrich Lohmann GmbH: Großinvestition im Stahlwerk an der Ruhr

WITTEN 5,7 Mio. Euro investiert die Friedrich Lohmann GmbH in ihr neues Stahlwerk in Witten-Herbede. „Die Logistik wird enorm verbessert“, freut sich das aus Katja und Gunnar Lohmann-Hütte sowie Friedrich Lohmann-Voß bestehende junge Geschäftsführer-Trio auf die Produktionsbedingungen, die ab Januar auf dem Gelände herrschen.

von Von Susanne Linka

, 06.08.2008
Friedrich Lohmann GmbH: Großinvestition im Stahlwerk an der Ruhr

Obwohl im Stahlwerk noch Betriebsferien sind, kontrolliert Armin Sachse die Ketten des Krans. Am Montag läuft die Produktion wieder an.

Der Termin liegt fest: Am 5. Januar soll der erste Abstich sein. Bereits seit Mai laufen die Bauarbeiten auf dem Gelände: Der Sozialtrakt und eine neue Gießbühne sind im Rohbau fertig. Seit Mittwoch erheben sich weithin sichtbar auch die ersten Masten der neuen Halle, in die der noch recht neue Ofen aus dem alten Stahlwerk umzieht.

„Wir haben ihn vor zweieinhalb Jahren schon mit Blick auf die Erweiterung angeschafft“, verrät Geschäftsführerin Katja Lohmann-Hütte. Endlich liege dann der Ofen auch dort, wo er von der Produktionsabfolge her hingehöre: ans Ende der Kette. Bislang steht er im Zentrum des Geländes in Insellage, das von der Ruhr und vom Mühlengraben begrenzt wird. Überall in seinem Umfeld stehen Schrottboxen herum, in ihnen lagert das alte Werkzeug, das eingeschmolzen wird. Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehört. Denn ab Januar lagert auch der Schrott in der neuen Halle: „Das ist weniger laut für unsere Nachbarn“, schmunzelt der Prokurist Gunnar Lohmann-Hütte.

Beschwerden habe es zwar noch nicht gegeben: „Aber dazu muss man es ja auch nicht erst kommen lassen“. Das seit 1790 bestehende Unternehmen ist in seinem Umfeld fest verwurzelt und legt großen Wert auf die gute Nachbarschaft. Mittlerweile sind 330 Mitarbeiter im Stahlwerk und in der Gießerei in Annen beschäftigt: 2004 waren es 295. Die Geschäftsführung hat in den letzten Jahren schon mit Blick auf die Erweiterung aufgestockt.

Der Produktionsausstoß soll sich nach ihren Angaben durch das neue Werk nicht wesentlich erhöhen. Vielmehr stellt Lohmann künftig selbst mehr Rohblöcke her und wird weniger zukaufen. „Insourcing“, wie Gunnar Lohmann-Hütte diesen Vorgang beschreibt. Das Unternehmen muss sich künftig zwar mehr Schrott besorgen, doch am Ende rechnet sich das. Und die gute Stahlkonjunktur sieht Katja Lohmann-Hütte noch nicht so schnell am Ende.