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Frische-Kick: Dufttrends für trübe Tage

Recklinghausen (dpa/tmn) Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft überschwemmt auch dieses Jahr wieder eine Flut neuer Düfte die Parfümerien. Neben modernen Versionen bekannter Klassiker streben auch unbekanntere Kreationen nach einen Platz im heiß umkämpften Duftmarkt.

Bei dieser Fülle an verschiedenen Düften ist es - ähnlich wie in der Mode - gar nicht mehr möglich, einen absoluten «Trend der Saison» auszumachen, erklärt Werner Hariegel vom Bundesverband der Parfümerien in Recklinghausen. Trotzdem lassen sich gewisse Tendenzen ausmachen. «Die Damendüfte sind in diesem Herbst sehr feminin und leidenschaftlich, verführerisch-sinnlich, aber auch glamourös», fasst Martin Ruppmann vom Verband der Vertriebsfirmen kosmetischer Erzeugnisse (VKE) in Berlin zusammen.

Konkret heißt das: Blumig-fruchtige Kopfnoten werden oft mit holzigen oder würzigen Noten abgerundet. «Immer öfter finden sich klassisch-männliche Nuancen auch bei den Damen», bestätigt Claudia Pilatus vom Parfümerieverbund Beauty Alliance in Bielefeld. «Wobei das Feminin-Sinnliche natürlich nach wie vor dominiert.»

Beispiele für diese Mischungen lassen sich viele finden: «L`Instant Magic» von Guerlain in Paris kombiniert Bergamotte, Rose und Freesien mit weißem Moschus, Zedern- und Sandelholz. Kate Moss setzt bei ihrem Duft «Kate» Sandelholz als «sinnlich-wilden Schlussakkord» ein. Und die US-amerikanische Sängerin Beyoncé, die sich für Emporio Armani als Parfümeurin versuchte, bringt mit Zedernholz Würze in einen fruchtigen Cocktail.

Befreit vom «Alte-Tanten-Image» haben sich laut Hariegel klassische Blumenaromen wie Maiglöckchen und Lavendel: «Was einst verpönt war, ist heute wieder «in». Und längst nicht mehr so pudrig-pomadig wie früher.»

Aerin Lauder, Enkelin der Firmengründerin Estée Lauder, setzt bei ihrem ersten Duft «Private Collection Tuberose Gardenia» beispielsweise ganz auf ihre Lieblingsblumen Tuberose und Gardenie, während bei «Lily & Spice» von Penhaligon`s in London die weiße Lilie dominiert. Rote Früchte und Himbeersorbet verleihen «Happy Spirit» von Chopard eine ganz eigene Note. Iris und die Bulgarische Rose sollen bei «Omnia Améthyste» von Bulgari die Sinne verführen.

Doch all diese ganz neu zusammengewürfelten Dufterlebnisse können die altgedienten Klassiker nicht völlig aus den Regalen verdrängen. «Klassiker werden modernisiert und variiert», sagt Claudia Pilatus. Ein Beispiel dafür ist in diesem Winter «Kelly Calèche» von Hermès, eine Mischung aus Blumen- und Lederaromen, entstanden in Anlehnung an den Klassiker «Calèche».

Auffällig gestaltete Sonder-Editionen und Geschenk-Sets verleihen manchem altgedienten Klassiker von Zeit zu Zeit ebenfalls einen neuen Schub. Besonders gefragt seien derzeit aber Flakons in kleineren Größen zwischen 30 und 50 Millilitern, beobachtet Claudia Pilatus. Bei einem solchen Angebot ist das kaum verwunderlich, so die Expertin: «Je schneller ein Fläschchen wieder leer ist, desto schneller kann ich den nächsten neuen Duft ausprobieren.»

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