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Frisches Regenwasser für die Emscher

SCHÜREN Um die städtische Kanalisation zu entlasten, plant die Stadt, das Regenwasser der Straßen in einer Rinne entlang der Linnigmannstraße aufzufangen und in die Emscher zu leiten, wenn sie renaturiert ist.

von Von Heike Thelen

, 14.10.2007

"Kann ich das Regenwasser von meinem Dach aus in die renaturierte Emscher leiten? Und welche Möglichkeiten habe ich, Regenwasser auf meinem Grundstück versickern zu lassen und damit Abwassergebühren zu sparen?"

Diesen Fragen der Anwohner der Linnigmannstraße und der von ihr abzweigenden Gassen stellten sich am Samstag die Mitarbeiter des Tiefbauamtes in Beratungsgesprächen vor Ort.  "Ohne diese Maßnahme, die wir im Sommer 2008 umsetzen wollen, müsste das überlastete Abwassernetz in Schüren ausgebaut werden", erläuterte Ulrike Meyer vom Tiefbauamt den direkten Nutzen für den Stadtteil. Außerdem wird das Projekt im Rahmen einer Zukunftsvereinbarung zu 80 Prozent von Land und Emschergenossenschaft gefördert.

"Eine gute Gelegenheit, dass auch private Investitionen in die Regenwasserbehandlung im selben Maße gefördert werden", erläuterte Meyer. Ein Angebot, das viele Anwohner an den Informationsstand lockte, zumal sie damit einen Beitrag für den Naturschutz im Wohnumfeld leisten können. Auch Bezirksvorsteher Sascha Mader war darunter.

Und Walter Krause. "Damit die Emscher frisches Wasser bekommt und wieder ein sauberes, offenes Gebiet, wie wir es früher als Kinder gekannt haben", nennt der 84-Jährige seine Motivation, das Regenwasser seines Daches in Zukunft in einer offenen Rinne abzuleiten. "Mit wenig Aufwand kann die Dachfläche Ihres Hauses mit der städtischen Rinne und dann mit der Emscher verbunden werden", erläuterte Bauingenieurin Inga Lakes beim Beratungsgespräch auf Walter Krauses Grundstück. 

Bis 23.11.2007 können Anwohner noch Fördermittel für Regenwasserbehandlung beim städtischen Tiefbauamt beantragen.