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Früherer NPD-Schatzmeister von 12. September an vor Gericht

MÜNSTER Der frühere Schatzmeister der NPD, Erwin Kemna, muss sich voraussichtlich vom 12. September an vor dem Landgericht Münster wegen Untreue verantworten.

Früherer NPD-Schatzmeister von 12. September an vor Gericht

Erwin Kemna (rechts) soll diskret Gelder auf Privat- und Firmenkonten umgeleitet haben.

Das Hauptverfahren sei aber formal noch nicht eröffnet, sagte ein Sprecher des Gerichts und bestätigte einen Bericht der „Berliner Zeitung“. Insgesamt seien zunächst neun Verhandlungstage angesetzt. Die Eröffnung des Verfahrens werde in etwa zwei Wochen erwartet, sagte der Sprecher. Kemna wird vorgeworfen, mehr als 800000 Euro von Parteikonten der NPD unter anderem auf Konten seiner Firma umgeleitet zu haben.

Kemna war im Februar in seinem münsterländischen Heimatort Ladbergen (Kreis Steinfurt) festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Im Falle einer Verurteilung wegen gewerbsmäßiger Untreue droht ihm eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Eine Bank hatte mit ihrer Anzeige auf Grundlage des Geldwäschegesetz die Ermittler auf die Spur des NPD-Mannes gebracht. Er selbst gab an, bei den Geldflüssen habe es sich um Darlehen gehandelt. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete dies als Schutzbehauptung.

Das Verfahren gegen Kemna könnte auch Auswirkungen auf die Parteifinanzen der NPD haben. Sollten sich Rechenschaftsberichte als falsch herausstellen, müsste die Partei gegebenenfalls einen Teil der staatlichen Zuschüsse zurückzahlen.

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