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Fünf Tote bei IS-Selbstmordanschlägen in der Südosttürkei

Istanbul (dpa) Polizisten rücken zu Razzien gegen die Terrormiliz IS in Gaziantep aus. Zwei Attentäter sprengen sich in die Luft, drei Beamte sterben. Die Terrormiliz soll einen Anschlag auf Aleviten geplant haben.

Fünf Tote bei IS-Selbstmordanschlägen in der Südosttürkei

Gaziantep war schon am 20. August Ziel eines Terroranschlags geworden. Foto: Sedat Suna/Archiv

Zwei Selbstmordattentäter der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben sich während Polizeiaktionen im südosttürkischen Gaziantep in die Luft gesprengt.

Der erste Attentäter riss bei einer Razzia im Viertel Sahinbey drei Polizisten mit in den Tod, wie die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf den Provinzgouverneur Ali Yerlikaya berichtete. Acht Menschen seien verletzt worden, darunter vier Syrer. 19 Verdächtige seien festgenommen worden. In einem Lager seien zudem 15 Kilogramm Sprengstoff und 9,5 Kilogramm Panzerabwehrminen beschlagnahmt worden.

Der zweite IS-Anhänger sprengte sich am Nachmittag bei einer weiteren Razzia im Viertel Burak der Millionenstadt in die Luft. Dabei handele es sich um den Anführer der IS-Zelle in Gaziantep, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Außer dem Attentäter sei niemand zu Tode gekommen. Seine Frau und zwei Kinder seien in Gewahrsam.

Provinzgouverneur Yerlikaya sagte Anadolu, die Behörden hätten vor der ersten Razzia den Hinweis erhalten, dass sich in einem Haus im Stadtteil Sahinbey das Versteck einer IS-Zelle befinde. Es habe zudem Informationen gegeben, der IS plane einen Anschlag auf einen Kulturverein der Religionsgemeinschaft der Aleviten in Gaziantep.

Die türkische Regierung macht den IS bereits für einen Anschlag in Gaziantep auf eine kurdische Hochzeitsfeier im August mit mehr als 50 Toten verantwortlich. Nach ersten Erkenntnissen war der Anschlag damals von einem Kind zwischen 12 und 14 Jahren verübt worden. Die Identität ist nach wie vor nicht bekannt.

Am vergangenen Montag jährte sich ein schwerer Anschlag, den die Regierung ebenfalls dem IS zurechnet. Am 10. Oktober vergangenen Jahres hatten bei einer regierungskritischen Demonstration zwei Selbstmordattentäter mehr als 100 Menschen mit in den Tod gerissen.

Unterdessen gehen im Südosten der Türkei die Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK weiter. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, ein Soldat sei durch einen von der PKK gelegten Sprengsatz getötet worden.

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