Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Für Katastrophe geprobt

WITTEN Atemmaske aufgesetzt, Schutzanzug dicht verschlossen und los gehts. In Chemikalienschutzanzügen rücken Björn Altenschmidt und Frank Hoffmann vor.

von Von Alexander Füten

, 14.10.2007
Für Katastrophe geprobt

Im Chemikalienschutzanzug versuchen die Feuerwehrmänner, das Leck am Methanol-Tank zu schließen

Wie grüne Marsmännchen sehen sie aus der Ferne aus, wenn sie auf den Methanol-Tank zulaufen. „Brennbar und hochgiftig. Deshalb auch so gefährlich“, erklärt Feuerwehrmann Mario Rosenkranz.

Zum Glück ist alles nur eine Übung, echt sieht es trotzdem aus. Die Werksfeuerwehr von Degussa/Evonik probt den Ernstfall. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Witten übt sie einen GSG-Einsatz.

„Gefährliche Stoffe und Güter steht für das unscheinbare Kürzel“, so der Ausbildungsleiter der Feuerwehr Witten. Simuliert wird das Auslaufen eines hochgiftigen Stoffes.

 „Erstmal muss die ausgelaufene Flüssigkeit gebunden werden. Die Werksfeuerwehr deckt deshalb den Boden mit Löschschaum zu, der bindet“, erläutert Mario Rosenkranz. Währenddessen wird in gebührendem Abstand zur Gefahrenstelle ein Dekontimationszelt aufgebaut.

Dann schreiten Frank Hoffmann und Björn Altenschmidt zur Tat. Langsam aber sicher nähern sie sich dem Tank. Mit einem Holzkeil und einer Leckagepaste verkleben sie das Leck.

„Die Paste härtet aus und das Loch ist dicht“, so Mario Rosenkranz. Per Funk geben sie den Stand ihres Sauerstoffvorrats an.

„Für 20 Minuten reicht der. Das wird alles überwacht“, so Ralf Wellenkötter von der Werksfeuerwehr. Langsam aber sicher kehren sie zurück vom Einsatzort. Sofort geht es ins Dekontimationszelt. „Duschen“ ist angesagt.

„Ganz schön warm in dem Anzug“, sagt Björn Altenschmidt, während sein Kollege gerade geduscht wird. Danach heißt es: Aufräumen.