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Für Verdienstorden vorgeschlagen - Campino zurückhaltend

Hannover. Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat Campino für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen, weil dieser bei der Echo-Gala den Mund aufgemacht hat. Der Frontman der Toten Hosen sagte: „Mit Ehrungen gehen wir aber generell vorsichtig um.“

Für Verdienstorden vorgeschlagen - Campino zurückhaltend

Campino, Sänger der Band Die Toten Hosen, hat als erster Künstler in Sachen Kollegah und Farid Bang beim Echo den Mund aufgemacht. Foto: Matthias Balk

Für seinen Auftritt bei der Echo-Gala ist der Tote-Hosen-Sänger Campino für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen worden.

Der 55-jährige Düsseldorfer reagiert auf die Debatte allerdings eher zurückhaltend: „Ich habe lediglich das in Worte gefasst, was meiner Meinung nach gesagt werden musste“, sagte er der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ/Wochenende).

Campino hatte wegen als judenfeindlich kritisierter Textzeilen der Rapper Kollegah und Farid Bang bei der Echo-Gala Mitte April angeprangert, dass eine Grenze überschritten worden sei.

Es gab eine breite Debatte, die letztlich dazu führte, dass der Musikpreis abgeschafft wurde. Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, schlug Campino daraufhin für das Verdienstkreuz vor.

Campino deutete gegenüber der Zeitung die Aussage als „Versuch, Respekt auszudrücken“. Der Band habe es viel bedeutet, dass sie 2014 von der Jüdischen Gemeinde in Düsseldorf die Josef-Neuberger-Medaille erhalten hat. „Mit Ehrungen gehen wir aber generell vorsichtig um“, sagte Campino.

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