Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Fukushima: Greenpeace warnt vor hoher Radioaktivität

Fukushima. Sieben Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima gibt es aus Sicht der Regierung keinen Grund zur Angst vor Strahlung mehr. Umweltschützer sehen das anders. Greenpeace warnt vor gesundheitlichen Risiken.

Fukushima: Greenpeace warnt vor hoher Radioaktivität

Im März 2011 war es in Folge eines schweren Erdbebens und Tsunamis zum Gau im Atomkraftwerk Fukushima gekommen. Foto. Tom Curley/AP Foto: Tom Curley

Sieben Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace die früheren Anwohner wegen weiter teils hoher Strahlenbelastung vor einer Rückkehr gewarnt.

In den umliegenden Gemeinden Iitate und Namie habe man stellenweise eine Radioaktivität gemessen, die bis zum Hundertfachen über den international für die Bevölkerung geltenden Grenzwerten liege, heißt es in einer Untersuchung von Greenpeace Japan. Die hohe Radioaktivität in diesen Gebieten stelle mindestens bis in die 2050er Jahre und sogar teils ins nächste Jahrhundert hinein ein „signifikantes Risiko“ für die Rückkehr in Sicherheit gebrachter Anwohner dar. Im März 2011 war es in Folge eines schweren Erdbebens und Tsunamis zum Gau im Atomkraftwerk Fukushima gekommen.

Hunderttausende Menschen in der Region mussten damals wegen der austretenden Strahlung ihre Häuser verlassen. Die Regierung ließ die Gegend in den vergangenen Jahren weitflächig dekontaminieren. Dennoch ist der Zugang in einigen Orten noch heute beschränkt. Für Iitate und Teile Namies hob die Regierung die Evakuierungsanweisungen vor einem Jahr auf. Doch lediglich drei Prozent der einstigen Bewohner von Namie sowie nur neun Prozent der aus Iitae Geflohenen kehrten zurück. Kritiker werfen der Regierung vor, die Menschen durch Einstellung finanzieller Hilfen zur Rückkehr zu zwingen.

Die Regierung wolle mit Blick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio der Welt Normalität vorgaukeln, beklagen Kritiker. Die Auftaktspiele für Baseball werden in der Provinz Fukushima stattfinden. „Es ist eine Gelegenheit, der Welt zu zeigen, wie die Menschen die Katastrophe hinter sich gelassen haben“, sagte kürzlich Maki Kobayashi, Exekutivdirektorin des Olympia-Organisationskomitees. Angst vor Strahlung wies sie zurück. Es gebe keinen Grund zur Sorge.

Nach Einschätzung von Greenpeace ist das staatliche Dekontaminierungsprogramm jedoch ineffektiv, das zeigten die eigenen Messungen. Hinzu komme, dass die Region zu 70 bis 80 Prozent aus bewaldeten Bergen bestehe, die gar nicht dekontaminiert werden könnten. Ein Vertreter der Regierung wies die Behauptung zurück und erklärte, die Dekontaminierungsarbeiten seien sehr wohl effektiv gewesen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Ausland

Nordkorea verkündet Aussetzung seiner Atom- und Raketentests

Seoul/Pjöngjang. Nach jahrelangen Drohgebärden und militärischen Machtdemonstrationen sendet Nordkorea in rascher Folge Entspannungssignale. Jetzt behauptet die kommunistische Führung gar, es werde vorerst keine Atomversuche mehr geben. Ist das die Wende in dem Konflikt?mehr...

Ausland

Trump geht von Treffen mit Kim Jong Un aus

Mar-a-Lago. Nordkorea und Handelsfragen standen im Mittelpunkt des Treffens von Trump und Japans Regierungschef in Florida. Trump gibt sich wieder sicherer, dass es ein Treffen mit Nordkoreas Kim geben wird - aber nur, wenn es erfolgreich zu werden verspricht.mehr...

Ausland

Geheime Mission enthüllt: CIA-Chef traf Machthaber Kim

West Palm Beach. Schon vor den geplanten Gipfeltreffen im Atomkonflikt sprechen die USA auf höchster Ebene mit Nordkorea. CIA-Direktor Pompeo ist nach Nordkorea gereist und traf sogar Machthaber Kim. Trump sieht „viel guten Willen“.mehr...

Ausland

Japan und China wollen Beziehungen verbessern

Tokio. Tauwetter zwischen Japan und China: Territorialstreitigkeiten, Chinas zunehmende Gebietsansprüche in der Region und Japans Umgang mit seiner Kriegsvergangenheit haben die Beziehungen immer wieder belastet. Jetzt wollen die Wirtschaftsmächte wieder mehr kooperieren.mehr...

Ausland

Nordkorea-Krise: China sagt Hilfe für Gespräche zu

Seoul/Peking. Seoul sucht bei seinen Nachbarn Unterstützung für die geplanten Atomgespräche mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim. Neben China wollen südkoreanische Politiker auch Japan und Russland besuchen.mehr...

Ausland

Japan gedenkt der Opfer der Tsunami-Katastrophe 2011

Tokio. Japan hat an diesem Sonntag der Opfer der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vor sieben Jahren gedacht. Um 14.46 Uhr Ortszeit (6.46 Uhr MEZ) legten die Menschen an vielen Orten eine Schweigeminute ein.mehr...