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Funken sprühen im Schauspielhaus

BOCHUM Es donnert und blitzt, regnet und schneit, der Boden schlägt Wellen, Funken sprühen und blaue Nebelschwaden wallen bedrohlich in den Zuschauerraum.Kein Grund zur Panik: Es ist nur in die erste Technikshow des Bochumer Schauspielhauses.

von Von Christine Baro

, 14.10.2007
Funken sprühen im Schauspielhaus

Ein idealer Gewinn: Luisa Stieber (11) und Mutter Anke mit Imogen Kogges Kostüm.

Theater macht man ja nicht nur auf der Bühne, sondern bekanntlich auch hinter den Kulissen. Wie viel Arbeit sich aber auch noch hinter dem Zuschauerraum abspielt, zeigten die Bühnentechniker des Schauspielhauses am Sonntag in ihrer ersten eigenen Show.

Scheinwerferballett

Hier sieht man einmal ganz geballt, was Ton-, Licht- und Bühnentechnik alles können. Ein wahres Scheinwerferballett tanzt durch die Luft, und Moderator Christoph Pütthoff muss sich mit Regengüssen, Schneetreiben und einem Verfolger herumschlagen, der ihn partout nicht verfolgen will – wenn die Leute vom Ton seine Stimme nicht gerade quer durch den ganzen Raum schicken. Den ganzen Tag über gibt es Führungen durch die „Heiligen Hallen“, Swing vom „Downtown Orchestra“ und theatralische Appetithappen. Auch das Junge Schauspielhaus ist präsent mit seinem Projekt „Heimatforscher“ und einer Lesung zur Bochumer Stadtgeschichte.

Ein Hauch von Nichts

Ein besonderer Tag wurde es für die 11-jährige Luisa Stieber: Sie gehörte zu den glücklichen Gewinnern der Fundus-Verlosung. Auch wenn ihr Lieblingsstück „Das Gespenst von Canterville“ ist, war sie nicht traurig, dass sie nicht das Kostüm des Grafen ohne Kopf oder dessen Blutfleck gewann, sondern den Hauch von Nichts, den Imogen Kogge im „Idealen Gatten“ trug. "Wenn ich größer bin, werde ich es bestimmt an Karneval anziehen.“ Bis dahin findet das kostbare Textil seinen Platz vielleicht im Wohnzimmer, denn ihre Mutter Anke findet es „eigentlich noch schöner als ein Bild“. Die Großabteilungen hinter den Kulissen sorgten sich um die Theaterbesucher der Zukunft: Mit den Kostümbildnerinnen kann man Nikolausstiefel basteln, mit den Theatermalern Taschen gestalten, und die Maskenbildner verpassen Kindergesichtern eine neue Identität auf Zeit. Doch nicht jeder vertraute auf die Kraft der Maske: Ein kleiner Spiderman steht, väterliche Hilfe heischend, auf einer Mauer und traut sich nicht zu springen...