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"Fusion nur am Ostring"

Bochum Das Gymnasium am Ostring reicht der Albert-Einstein-Schule die Hand. Die Verantwortlichen können sich unter bestimmten Voraussetzungen eine Fusion vorstellen.

von Von Thomas Aschwer

, 26.10.2007
"Fusion nur am Ostring"

Das Gymnasium am Ostring nutzte das Herbstfest, um fü den Erhalt der Schule am angestammten Ort zu werben. Prominente unterstützten die Aktion, so auch Frank Goosen.

Zentrale Forderung von Elternschaft und Schulleitung ist jedoch, dass der Standort in der Innenstadt erhalten bleibt. Was aus ihrer Sicht auch trotz des geplanten Neubaus des Justizzentrums möglich wäre. „Schließlich hat die Stadt das Schulgrundstück dem Land angeboten und nicht die Justiz die Fläche zur Bedingung für die Realisierung des Projektes gemacht.“ Warum die Schule so an ihrem Standort festhält? Für die Schulkonferenz des Gymnasiums, die in diesen Tagen ihre Stellungnahme zum Schulentwicklungsplan abgegeben hat, liegen die Gründe auf der Hand:  Weil sich sonst für mehr als die Hälfte der Schüler der Schulweg verlängert;  Weil durch wegfallende Kooperation mit der Hildegardis- und der Goethe-Schule auch für deren Schülerschaft viele Kurse nicht mehr angeboten werden können; Weil es eine zentrale Lage hat und die Gefahr besteht, dass die an dem altsprachlichen Zwei interessierten Schüler, die aus dem gesamten Stadtgebiet kommen, nicht einen noch längeren Weg auf sich nehmen wollen; Weil Tradition und Identifikation untrennbar mit dem Ostring verbunden sind; Weil es kein Vorteil ist, aus einem überschaubaren System in ein großes Schulzentrum umzuziehen. Unter dem Strich so gewichtige Punkte, dass die Schulgemeinschaft den Standort nicht kampflos aufgeben will. Überzeugen die Argumenten die Kommunalpolitiker mehrheitlich nicht, plant die Schulpflegschaft die nächsten Schritte. Zunächst mit einem Bürgerbegehren. „Außerdem wird es wohl Eltern geben, die klagen“, berichtete die Schulpflegschaftsvorsitzende Dorothee Haarmann. Parallel dazu wirbt das Gymnasium weiter für einen Schulbesuch am Ostring. So wie gestern Abend beim traditionellen Herbstfest. Natürlich war auch hier die Zukunft des Gymnasiums ein zentrales Gesprächsthema. Einen umfassenden Einblick über die Schulgemeinschaft können sich interessierte Eltern und Schüler am Tag der offenen Tür am Samstag, 17. November verschaffen. Dann können Kinder am Schnupperunterricht teilnehmen. Natürlich auch in der Eingangssprache Latein. Eine Sprache, die aus Sicht von Dorothee Haarmann zur Chancengleichheit beiträgt. „In Englisch bringen Kinder unterschiedliche Vorkenntnisse mit, bei Latein sind als Schüler gleich.“