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Fusion von IG Metall Bochum und Herne vollzogen

Gewerkschaften

Gut war die Stimmung in der Jahrhunderthalle am Dienstagabend ab dem ersten Moment. 150 Delegierte der IG Metall Bochum und Herne hatten sich gemeinsam mit dem Ortsvorstand versammelt – zu einer historischen Veranstaltung: Vor einem Jahr beschlossen die IGM-Verwaltungsstellen Bochum und Herne, sich zusammen zu schließen. Jetzt wurde die Fusion vollzogen – ab dem 1. Juli ist es amtlich.

BOCHUM

von Von Stefanie Platthaus

, 28.06.2012

Zur ersten Bevollmächtigten wurde Ulrike Kleinebrahm mit 91 Prozent der Stimmen gewählt. Sie erklärte, „wenn nach über 120 Jahren so etwas passiert, geht das schon unter die Haut“, auch wenn sich für die zusammen 30 000 Mitglieder außer dem Briefkopf nicht viel ändern werde.

Auch OB Ottilie Scholz war positiv gestimmt: „Es handelt sich um eine Fusion auf Augenhöhe, bei der beide Seiten voneinander lernen können.“ Auch durch die enge Kooperation der letzten Jahre könne man Arbeitsplätze und Standorte sichern – wie die Geschäftsstelle in Herne. Aber auch Scholz konnte das Thema Opel nicht auslassen: „Aufgrund der veränderten gesellschaftlichen Rahmen-Bedingungen müssen größere Einheiten geschaffen werden.“ Anwesend war auch eine Delegation aus Bochums Partnerstadt Oviedo, angeführt von Eduardo Donaire Yanez, dem Vorsitzenden der UGT/MCA Asturias. Dieser begrüßte den Zusammenschluss, weil er „Schlagkraft und Außenwirkung erhöht“.

Auch während der Geschäftsberichte blieb die Stimmung gut, betont locker war die Anrede auch von der zweiten Bevollmächtigten Eva Kerkemeier, die mit 89 Prozent der Stimmen gewählt wurde. Sie zählte auf, was bereits bewegt wurde: Unbefristete Übernahme von Auszubildenden, Fortschritte im Bereich der Leiharbeit – aber auch der Kampf gegen Arbeitgeber, die unbezahlte Arbeitszeit verlangen. Mit der Wahl der Bevollmächtigten stehe „diese Fusion auf einer sehr guten und stabilen Basis“, so Kleinebrahm. Der hohe Vertrauensbeweis sei auch eine Herausforderung, den hohen Erwartungen beim Zusammenwachsen gerecht zu werden. Denn es bleibt ein Kampf um Mitglieder, um die Rechte von Arbeitnehmern. Aber nun ist es ein Kampf, an dessen Spitze zwei starke Frauen stehen.