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Platzstürme und Pyrotechnik

Fußball-Clubs wehren sich gegen DFB-Strafen

FRANKFURT/ MAIN Fortuna Düsseldorf will das vom DFB-Kontrollausschuss beantragte „Geisterspiel“ und die Geldstrafe von 100 000 Euro nicht hinnehmen. Der Bundesliga-Aufsteiger legte gegen den Strafantrag des Kontrollausschusses Einspruch ein. Auch weitere von Fanausschreitungen betroffenen Fußball-Clubs wehren sich gegen die drohenden Strafen.

Fußball-Clubs wehren sich gegen DFB-Strafen

In der Relegation kam es im Düsseldorfer Stadion unter anderem zu Spielunterbrechungen. Foto: Marius Becker

  Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), nach dessen Willen die Düsseldorfer ihr erstes Heimspiel ohne Zuschauer austragen sollen, will die Fortuna für die Vorkommnisse während der beiden Relegationsspiele gegen Hertha BSC bestrafen. Gründe für die drastischen Strafen sind der Platzsturm von Fortuna-Fans im zweiten Relegationsspiel gegen Hertha sowie das Abbrennen von Pyrotechnik während der Partie. Insgesamt musste die Begegnung dreimal unterbrochen werden. Fortuna legte gegen den Strafantrag Einspruch ein, wie der Club am Montag mitteilte.

Aber auch Bayern München, Dynamo Dresden, der Karlsruher SC und Jahn Regensburg haben nach Angaben eines Sprechers des Deutschen Fußball-Bundes dem Antrag des Kontrollausschusses auf Zuschauerausschlüsse und Geldstrafen nicht zugestimmt. Eine Fristverlängerung bis zu diesem Dienstag beantragten Hertha BSC, der 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt.

Keine Stehplätze Hertha, Köln und Frankfurt dürften gemäß Antrag maximal 20 000 Tickets für das erste Heimspiel verkaufen, Dynamo Dresden werden höchstens 13 000 zugestanden. Alle Stehplätze müssten zudem freibleiben. Wegen des unerlaubten Abbrennens von Pyrotechnik drohen Bayern München 40 000 Euro Strafe, Jahn Regensburg 10 000 Euro.

Hertha, Köln und Frankfurt sollen bei ihren Heimpremieren der neuen Runde jeweils nur 15 000 Karten an ihre Anhänger zuzüglich 5000 Karten an die Gäste-Fans verkaufen dürfen. Zudem sollen die Clubs jeweils 50 000 Euro Strafe bezahlen.

Die Eintracht hat sich noch nicht offiziell geäußert, ob sie das hinnimmt. Vorstandschef Heribert Bruchhagen sagte jedoch der «Frankfurter Rundschau» vor Ende der internen Gespräche: «Im Ergebnis wird festzustellen sein, dass wir dem Antrag nicht zustimmen werden.» Manager Bruno Hübner rechnete vor, dass der Teilausschluss der Fans den finanziell ohnehin nicht auf Rosen gebetteten Erstliga-Aufsteiger 600 000 Euro kosten würde.KSC soll auch Strafe zahlen

Im Fall des KSC geht es nicht nur um ein «Geisterspiel», sondern auch um 15 000 Euro Geldstrafe. Der DFB will Vorfälle aus vier Rückrunden-Spielen und den beiden Relegationsspielen gegen Jahn Regensburg ahnden. «Wir hoffen, dass die Argumente, die wir vorgebracht haben, zu mehr Verständnis aufseiten des DFB sowie einer veränderten Bewertung der Situation führen und damit letztlich zur Abwendung des drohenden Geisterspiels führen werden», sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther.

Zweitligist Dresden soll beim ersten Heimspiel lediglich 10 000 Karten an seine Anhänger und 3000 Karten an die Gästeanhänger verkaufen dürfen und hatte bereits am Freitag Widerstand angekündigt.

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