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Fußball-Verband will "offensiven" Dialog

von Von Kevin Kohues

, 13.08.2008

Dass dem FLVW die Belange seiner Vereine am Herzen liegen, unterstrich Präsident Hermann Korfmacher am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz im SportCentrum Kaiserau.

Und deshalb lädt der Verband am Samstag (16.) unter anderem die Vereine aus den Kreisen Dortmund, Bochum, Unna-Hamm und Lüdinghausen zur ersten Bezirkskonferenz in die Stadthalle Kamen ein.

Korfmacher gestand gestern Versäumnisse in der Zusammenarbeit mit den Vereinen ein und gelobte Besserung. "Wir wollen den Vereinen aufzeigen, dass es weder ohne sie noch ohne den Verband geht. Wir wollen basisnäher arbeiten", so der FLVW-Präsident.

Befragung der Vereine

Dazu gehören neben vier Bezirkskonferenzen eine Vereinsbefragung im Internet und ab Februar 2009 auch Lokalkonferenzen in den Kreisen - Bochum macht den Anfang.

In Kamen werden am Samstag sowohl das dritte Sonntagsspiel der Bundesliga ab der Saison 2009/10 als auch der demographische Wandel Thema sein - Stichwort: 9 gegen 9. Korfmacher: "Wir suchen offen und ehrlich den Dialog mit den Vereinen."

Für 9 gegen 9

Seine eigene Position ist bereits bekannt, der FLVW-Präsident befürwortet den 9-gegen-9-Vorschlag. Wenn auch mit der Einschränkung, dass die demographische Entwicklung in Westfalen die Umsetzung längst nicht so dringlich mache wie in dünn besiedelten Regionen à la Mecklenburg-Vorpommern.

Grundsätzlich aber gelte: "Es geht darum, den Leuten das Fußballspielen zu ermöglichen." Und wenn in unteren Ligen wie der Kreisliga C ein 11 gegen 11 nicht mehr möglich sei, warum dann nicht 9 gegen 9?

Sieben Spiele

Die Sonntagsspiele der Bundesliga hätten dem Amateursport indes immer schon weh getan, die Situation sei nichts Neues. "Es geht um ein einziges Spiel. Und die DFL kommt den Vereinen entgegen, weil sie ein Zweitligaspiel am Sonntag streicht."

Heißt konkret: Es bleibt auch künftig bei insgesamt sieben Sonntagsspielen der ersten und zweiten Bundesliga. Was Hermann Korfmacher zu einer Beschwichtigung veranlasste: "Ich halte den Aufstand der Aufrechten in diesem Fall für unnötig."