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„FußballLebenRuhrgebiet“: Hommage an den Revierfußball

Dortmund. Eine Sonderausstellung im Deutschen Fußballmuseum zeigt die enge Verbindung zwischen Fußball und dem Ruhrgebiet. Grindel, Rauball und Tönnies sowie die Revier-Legenden Thon, Dietz und Lippens heben die Bedeutung des Revierfußballs für die Menschen hervor.

„FußballLebenRuhrgebiet“: Hommage an den Revierfußball

Reinhard Rauball, Reinhard Grindel und Clemens Tönnies (von l-r). Foto: Bernd Thissen

Reinhard Grindel und Reinhard Rauball haben bei der Eröffnung einer Sonderausstellung zum Thema Fußball und Ruhrgebiet die große Integrationskraft und die Bedeutung des Sports für die Region hervorgehoben. Die Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) beteiligten sich am Mittwoch im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund wie der Schalker Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies vor Ort an einer lebhaften Podiumsdiskussion zu gegenwärtigen und künftigen Entwicklungen des Fußballs. Diese sind auch in der Ausstellung unter den Titel „Schichtwechsel - FußballLebenRuhrgebiet“ dokumentiert.

Die Schau zeigt zahlreiche Werke und Filme mit Blick auf die einst enge Verzahnung von Fußballvereinen und Bergbau in der Kohleregion und wird bis Ende des Jahres begleitet von zahlreichen kulturellen Veranstaltungen rund um das Thema.

„Hier wird der Fußball voller Leidenschaft verfolgt. Der Fußball ist in dieser Region zu Hause“, sagte Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau in seiner Begrüßungsrede. Noch in diesem September wird die letzte Zeche des Ruhrgebiets in Bottrop geschlossen. Nach der Podiumsdiskussion, bei der auch die ehemaligen Revier-Fußballer Olaf Thon (Schalke), Willi „Ente“ Lippens (Rot-Weiss Essen) und Bernard Dietz (MSV Duisburg) vergnüglich über vergangene Zeiten plauderten, begaben sich die Protagonisten auf den Rundgang über die Ausstellung.

„Ich finde, dass die grafische Darstellung, mit der man dem Ruhrgebietsfußball selber eine gute Zukunft wünschen kann, sehr gelungen ist, weil sie die Ausstellung mit den Besuchern verbindet“, sagte Grindel. An einem großen Tisch in Form einer Landkarte des Ruhrgebiets können die Besucher verschiedene Piktogramme und Symbole (Vereinswappen, etc.) mit Bleistiften durchpausen, die Zettel mit Kommentaren versehen und an einer großen Wand anbringen.

„Insgesamt ist ganz wichtig, dass man angesichts der engen Verbindung von Fußball und Kohle hier nicht sagt, so wie die Zechen wird auch der Fußball sterben. Der Fußball muss eine gute Zukunft haben.“ Der DFB-Chef glaubt, dass man künftig große Aufgaben zu bewältigen habe. Wichtig seien die Stärkung des Ehrenamtes vor allem in den Amateurclubs und dass der Profifußball nicht seine Bodenhaftung verliere. „Die Vereinen, in denen es gute Ehrenamtler gibt, werden auch erfolgreich sein.“

Auch Borussia Dortmunds Präsident Rauball und Schalkes Clubchef Tönnies betonten die nach wie vor große Bedeutung des Fußballs für das Ruhrgebiet, insbesondere nach dem schwierigen Strukturwandel. „Wir müssen in der Zukunft Lösungen für die Probleme finden, die die Menschen hier bewegen. Dazu kann der Fußball mit seiner Integrationskraft einen Beitrag leisten“, sagte Rauball. Auch Tönnies schaute positiv nach vorn. „Gelsenkirchen hat sich schwerer getan, den Strukturwandel anzunehmen. Ich verstehe die Menschen auch, weil früher fast jeder mit dem Bergbau verbunden war. Aber wir müssen die Montan-Zeiten hinter uns lassen und konsequent für die Zukunft arbeiten.“

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