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GKSS: Klimawandel führt nicht zu mehr Polartiefs

Geesthacht (dpa) Ein direkter Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Polartiefs und dem Klimawandel ist nach neuen Erkenntnissen des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht nicht nachweisbar.

Mit einem mathematischen Verfahren sei die Häufigkeit polarer Wirbelstürme für die Vergangenheit rekonstruiert worden, teilt die GKSS am Dienstag mit. Die Ergebnisse der Forschung des Umweltwissenschaftlers Matthias Zahn und des Klimaforschers Prof. Hans von Storch in Zusammenarbeit mit dem Meteorologischen Institut der Hamburger Universität wurden in der Zeitschrift «Geophysical Research Letters» veröffentlicht.

Ausgewertet wurden Daten für den Zeitraum 1946 bis 2006, die jeweils für Flächen von 200 mal 200 Kilometern vorlagen. Zahn rechnete diese atmosphärischen Daten auf 50 mal 50 Kilometer herunter. Außerdem entwickelte er ein Verfahren, Polartiefs in den nun höher aufgelösten Daten zu erkennen. Die statistische Analyse ergab nach Zahns Angaben, «dass innerhalb der letzten 60 Jahre kein Langzeittrend in der Häufigkeit der Polartiefs nachgewiesen werden konnte und es derzeit keinen direkten Zusammenhang zum Klimawandel gibt».

Polartiefs sind kleinräumige Stürme, die in den Ozeanen der hohen Breiten auftreten und vergleichbar sind mit tropischen Wirbelstürmen. Ihre starken Winde bringen große Gefahren für die Schifffahrt mit sich. Nach Angaben der GKSS führten solche Stürme im vergangenen Jahrhundert zu 56 Schiffsuntergängen mit 342 Toten.

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