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Gag-Feuerwerk der Comedy-Nacht zündete nur zögerlich

Zeltfestival Ruhr

Draußen rüttelt der Wind am großen Zelt, der Regen prasselt auf die riesige weiße Plane – und drinnen soll bei der 1live-Comedy-Nacht ein Gag-Feuerwerk steigen. Zum Rohrkrepierer wurde es zwar nicht, aber wirklich gezündet hat es auch nicht.

BOCHUM/WITTEN

von Von Alexander Füten

, 30.08.2010
Gag-Feuerwerk der Comedy-Nacht zündete nur zögerlich

Hennes Bender sorgte mit seinen Zwischenauftritten für abwechslung.

Dabei wurden Motombo Umbukko, Carolin Kebekus, Lukas Tagebuch, Oliver Polak und Jimmy Breuer groß angekündigt. Hennes Bender führte durch den Abend und stahl mit seinen Moderationen den eigentlichen Protagonisten fast die Show.

Noch ehe Jan Böhmermann mit "Lukas Tagebuch" die Bühne betrat, brachte Hennes Bender seine Zuhörer mit Schottenrock und Lederweste halbwegs in Stimmung. Jan Böhmermann holte danach die WM zurück nach Bochum. Die aus dem Radio bekannten Episoden aus Lukas Podolskis Tagebuch gab er zum Besten. Als einzelne Episoden aus dem Radio wirken sie lustig, hintereinander abgespult geht der Parodie aber schnell die Luft aus. Immerhin: Poldis Erkenntnis, "dass auf der Schublade jedes DVD-Players "close" steht", erntet langanhaltenden Applaus.

Bei Oliver Polak wurde es deftig, baute er sein Programm doch auf dumpfen "Juden-Witzen" auf. Aber Polak darf das – er ist selber Jude. Lichtblicke waren die kurzen Zwischenauftritte von Hennes Bender sowie das kurze Programm von Carolin Kebekus, die sich als „kölsch-katholisch“ vorstellte. „Wir lassen die Messe wesch und jehen sofort zum Frühschoppen.“ Auch Jimmy Breuers Auftritt wusste nicht zu begeistern. Zu guter Letzt trat Deutschlands berühmtester Toilettenmann Motombo Umbukko auf, und hatte afrikanische Weisheiten parat: "Wenn du hast kein Bock, dann versuch mit einer Ziege." Nach drei Stunden entließ Hennes Bender die Zuschauer in die kalte August-Nacht.