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Gahlen schmeißt Lippramsdorf raus

Fußball

DORSTEN Im Pokal gab es für die Vereine aus Dorsten, Schermbeck und Raesfeld am Sonntag Licht und Schatten.

08.08.2010

Etwa 80 Zuschauer erlebten gestern auf der Lippesportanlage ein Spiel mit vielen Höhepunkten vor beiden Toren. Beide Mannschaften begannen zunächst vorsichtig. Die ersten Chancen hatten die Gäste, die zwei Mal kurz hintereinander an guten Reaktionen des TuS-Torhüters Daniel Wahlers scheiterten. Sebastian Steinke hatte die erste Möglichkeit für die Gastgeber, doch er zielte freistehend über das Tor. Den 1:0-Pausenstand stellte Torjäger Christian Maas (41.) nach schönem Doppelpassspiel mit Matthias Schwark sicher. Eine Vorentscheidung fiel kurz nach dem Seitenwechsel. Christian Maas nutzte konsequent zwei Chancen und ließ den Gästetorhüter Franke nicht gut aussehen. Sein 2:0 (52.) mit einem Flachschuss und auch das 3:0 (54.) schienen nicht unhaltbar. Der SV Lippramsdorf gab sich aber noch nicht geschlagen. Mehrfach stand der Gahlener Torhüter Wahlers im Brennpunkt, doch er schien unüberwindbar. Seine Vorderleute gingen nicht mehr so kompakt zur Sache, wie das im ersten Durchgang der Fall war. Dadurch bekamen die Gäste viele Freiräume und auch zum Anschlusstreffer (78.). Nach einem unglücklichen Handspiel eines Gästeabwehrspielers im Strafraum entschied Schiedsrichter Ostrop aus Dorsten auf Elfmeter. Den verwandelte Geburtstagskind Robert Rademacher souverän zum 4:1 (85.). Lippramsdorf setzte nach und verkürzte noch auf 4:2 (88.). Mehrfach rettete Wahlers auch danach noch den Vorsprung. TuS-Trainer Jürgen Klatt hatte nach der Pause einige Auswechselungen vorgenommen. Dadurch ging seiner Mannschaft auch der Spielfluss ein wenig verloren.

Obwohl zwei wichtige Stürmer fehlten, hatte der Bezirksligist das Geschehen in der ersten Halbzeit jederzeit im Griff. Kim Welter zeigte wieder einmal seine Qualitäten als Vorbereiter, denn er leitete bis zur Pause alle drei BVH-Treffer ein. Michael Elvermann brachte die Gäste in Führung (16.), Simon Wilkes erhöhte auf 2:0 (28.) und das 3:0 besorgte Oktay Kara (41.). Die Führung der Gäste hätte durchaus höher ausfallen können. Den Titanen gelang kurz vor der Pause aber noch der Anschlusstreffer. Gabmaiers Kabinenansprache, jetzt nicht die Zügel schleifen zu lassen, zeigte wenig Wirkung. Die Erkenschwicker kamen sehr motiviert zurück aufs Feld. Die Gäste gerieten mehrfach ins Schwimmen und Torhüter Marcel Czok musste einige Male beherzt eingreifen. Auf der anderen Seite gab es genügend Kontermöglichkeiten, die die Grün-Weißen großzügig liegen ließen. Erst in der 78. Minute machte Oktay Kara alles klar. Beim BVH Dorsten kam Marcel Frediani zu einem Einsatz. Den Neu-Soldaten hatte Gabmaier schon abgeschrieben. Es scheint aber, als sollte er weiterhin Zeit für den Fußball haben.

Den Zuschauern an der Westerlandwehr ersparte Rehmann mit seinem satten Flachschuss aus rund 16 Metern in buchstäblich letzter Sekunde die drohende Verlängerung. Der Schiedsrichter hatte vor der Aktion bereits die Pfeife zum Mund geführt, um abzupfeifen. Nach Rehmanns Tor tat er es dann auch. Kurz und schmerzlos. Die Gäste aus Wulfen durften sich durchaus ärgern. Zweimal hatten sie geführt, zweimal mussten sie relativ schnell den Ausgleich hinnehmen. Axel Richter hatte schon nach zwei Minuten das 0:1 erzielt, Philipp Krauß markierte in der 8. Minute das 1:1. Nach der Pause das gleiche Bild: Saban Cetin traf für Wulfen zum 1:2 (51.), abermals Krauß war zum 2:2 zur Stelle (58.). Gute Chancen gab es darüber hinaus auf beiden Seiten. Nikolas Feller konnte sich im Wulfener Kasten mehrfach auszeichnen, hatte aber bei einem schweren Patzer auch Glück, das Carsten Mecking für ihn auf der Linie rettete (76.). Auf der anderen Seite tauchten Stefan Wanning (40.) und Saban Cetin (81.) alleine vor Erles Christian Hörnemann auf, fanden aber beide in ihm ihren Meister. Nichts retten können hätte der Erler Torwart allerdings in der 88. Minute. Wulfens Steffen Fellner nahm allerdings zu genau Maß – sein Schuss prallte von der Latte in Wembley-Manier knapp vor der Torlinie zu Boden und sprang wieder ins Feld. Eine Chance, der die Wulfener natürlich drei Minuten später hinterher trauerten, denn da hatte Rehmann getroffen. Insgesamt hatten beide Teams auf dem nassen Rasen ihre liebe Mühe mit den schnell werdenden Bällen und leisteten sich zahlreiche Ballverluste. Die Zaungäste vom FC Rhade, die die kommenden Ligagegner beobachteten, gingen ohne große Angst nach Hause.

Der SV Altendorf zog sich in diesem Spiel achtbar aus der Affäre. Die Mannschaft von Jürgen Rinschede spielte sehr diszipliniert und hielt sich an die vom Trainer vorgegebenen Order. Spielerische Vorteile des Gegners wurden recht gut durch Einsatzfreude wett gemacht. Dattelns Führungstor (22.) steckten die Gastgeber gut weg. Mark Ott hatte danach eine Riesenchance, als er allein vor dem gegnerischen Torhüter auftauchte, den Ball aber nicht über die Linie brachte. Dennoch gelang ihm das 1:1 (35.), das auch zur Halbzeit noch Bestand hatte. Entschieden wurde die Begegnung in der 67. Minute mit dem 1:2. In der Schlussphase hatte der B-Ligist sogar noch etwas zuzusetzen und konnte den Gast noch unter Druck setzen. Letztendlich fehlte das Quäntchen Glück, um für eine Sensation zu sorgen.

Eine völlig unnötige Niederlage handelten sich die Rot-Weißen beim PSV Recklinghausen ein. Dort mussten sie den Gastgebern zwar eine 2:0-Führung überlassen (3./10.). Doch danach übernahm die Schiel-Elf klar das Kommando. Sebastian Gabor (28./30.) holte den Rückstand mit zwei Treffern auf. Danach boten sich dem sonstigen Toptorschützen Nico Filipovic gleich mehrfach Möglichkeiten die Führung zu übernehmen, doch der gerade aus dem Urlaub zurückgekehrte Stürmer zielte schlecht. Auch in der zweiten Halbzeit dominierten die Rot-Weißen. Nico Filipovic (56.) brachte seine Farben 3:2 in Führung. Doch dann kam der PSV noch zum 3:3 (64.). So stand es auch noch nach 90 Minuten und nach der Verlängerung. Das Elfmeterschießen entschieden die Gastgeber für sich. Dominik Dürr hielt zwar einen Strafstoß, doch ansonsten zielten die Recklinghäuser besser und kamen dadurch zu einem glücklichen Sieg.