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Galladé: Kein weiterer Verzicht

HEVEN Trotz der Angst um ihren Arbeitsplatz werden sich die Mitarbeiter von Galladé dem Verhandlungsangebot des neuen Investors, den Sanierungstarifvertrag um drei Jahre zu verlängern, nicht beugen. So entschied am Samstag einstimmig die Mitgliederversammlung der IG-Metall, zu der weit über 100 Galladé-Mitarbeiter ins Gewerkschaftshaus gekommen waren.

von Von Lisa Timm

, 10.12.2007

„Damit bewegen wir uns rund 13 Prozent unterhalb des Flächentarifvertrages“, so Manfred Müller, 1. Bevollmächtigter der IG-Metall. „Dazu sind die Beschäftigten nicht bereit“, sagt Manfred Müller. Hinzu komme, dass Betriebsräten und IG-Metall als Verhandlungspartnern noch immer kein schlüssiges Konzept vorliege und das Zahlenmaterial äußerst dürftig sei.

Investionen zu gering

Allein, was der neue Investor bereit sei, in der nächsten Zeit in den Betrieb reinzustecken, seien nur Marginalien. Für direkte Investitionen will man für die nächsten drei Jahre 700 000 bis 750 000 Euro einstellen, so Manfred Müller. „Dabei müsste für längst überfällige Reparaturen allein in der Umformtechnik rund eine Million Euro investiert werden“, hat Müller am Samstag von einem Betriebsexperten erfahren. „Die Investitionssummen stehen im krassen Widerspruch zu dem, was die Mitarbeiter einbringen sollen. Das sind über fünf Millionen Euro in Form von Lohnverzicht“, hat Müller ausgerechnet.

Kein Abbruch „Wir werden jedoch nicht die Verhandlungen abbrechen, sondern der anderen Seite die Gelegenheit geben, uns das vorzulegen, was wir brauchen, um uns ein ausreichendes Bild machen zu können“, so Müller.