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Galladé-Nachfolger PZW hat schon 30 Nachrücker geholt

Wirtschaft

Seit der Übernahme des Unternehmens Galladé aus der Insolvenz läuft es für den Nachfolger PZW sehr gut. Zuvor musste das Unternehmen viele seiner ehemals 200 Mitarbeiter entlassen. Diese ins Unternehmen zurückzuholen ist das Ziel des PZW-Geschäftsführers Jörg Uhe. Und bisher ist er damit auf einem guten Weg.

HEVEN

von Von Susanne Linka

, 19.08.2010
Galladé-Nachfolger PZW hat schon 30 Nachrücker geholt

Jörg Uhe, neuer Geschäftsführer vom Galadé-Nachfolger PZW, will alte Mitarbeiter ins Unternehmen zurückholen.

"Von 41 auf 71, das ist nach einem Monat doch schon mal was", zieht Jörg Uhe, der Geschäftsführer der Press- und Zerspanungstechnik Witten (PZW), einst Galladé, Bilanz.

Nachgerückt in das neue Unternehmen sind ausschließlich Mitarbeiter, die vorher entlassen werden mussten. „Dazu haben wir uns ja verpflichtet, und das halten wir auch ein“, bekräftigt der Geschäftsführer.  Seitdem das neue Unternehmen nach der Übernahme aus der Insolvenz am 1. Juli an den Start gegangen ist, hat sich der Auftragseingang positiv entwickelt: „Wir sind noch einmal zu den Kunden gegangen und konnten so weitere Aufträge reinholen“, schildert Uhe. War beim Teilbetriebsübergang noch die Rede von einem Auftragsvolumen von zwei Millionen Euro, das PZW bis zum Jahresende abarbeiten sollte, hat sich diese Zahl nach Angaben des Geschäftsführers mittlerweile mehr als verdoppelt. Immer noch wenig nach ehemaligen Galladé-Maßstäben von immerhin noch 17 Millionen im Krisenjahr 2009. Doch genug, um Wieder-Einstellungen vorzunehmen.

Noch immer warten viele der einst über 200 Beschäftigten darauf, dass auch sie zurückgeholt werden. Kann das bei allen gelingen? „Im ersten Jahr bestimmt nicht. Aber wenn die Umsätze sich weiter gut entwickeln in Richtung der alten Galladé-Umsätze, wäre das in Zukunft schon vorstellbar“, meint Uhe. Demnächst sollen alle Ehemaligen noch einmal zu einer Informationsveranstaltung ins Werk geholt werden. Bei der Aufwärtsentwicklung von PZW sind die anhängigen Kündigungsschutzklagen vieler Entlassenen ein Wermutstropfen für die Geschäftsführung. Da könnten noch hohe Kosten auf sie zukommen. PZW ist mit Investitionen darum noch zurückhaltend. „Was für unsere Wettbewerbsfähigkeit erforderlich ist, nehmen wir aber gleich in Angriff“, erklärt Jörg Uhe. Manche Ehemalige hätten nach persönlichen Gesprächen ihre Klagen auch schon zurückgezogen. Die Unternehmensspitze hofft, dass bis zum Jahresende noch weitere Verbesserungen der Auftragslage drin sind: „Die Kunden sind mit unserer Qualität offensichtlich sehr zufrieden, das können wir auch nur mit dem qualifizierten Mitarbeitern von Galladé weiter leisten.“