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Gary Oldman als Churchill: Blut, Tränen und Schweiß

Los Angeles/London. Früher gab Gary Oldman vor der Kamera häufig den Bösewicht. Doch seinen ersten Oscar bekam der britische Schauspieler für seine Rolle als früherer britischer Premierministser Winston Churchill.

Gary Oldman als Churchill: Blut, Tränen und Schweiß

Gary Oldman hält seinen Oscar ganz fest. Foto: Jordan Strauss/Invision

Er spielte den korrupten, drogenabhängigen Polizisten in „Léon - Der Profi“ und versuchte als Terrorist in „Airforce One“ den US-Präsidenten zu entführen. Lange Zeit war der britische Schauspieler Gary Oldman auf die Rolle des Fieslings festgelegt.

Jetzt hat der 59-Jährige für seine Darstellung des britischen Nationalhelden und ehemaligen Premierministers Winston Churchill im Drama „Die dunkelste Stunde“ seinen ersten Oscar bekommen.

„Es war eine bewusste Entscheidung, den Guten zu spielen“, verriet Oldman im vergangenen Jahr der Deutschen Presse-Agentur. „Was für ein Geschenk, die Chance zu haben, diesen Mann zu spielen und die Worte 'Blut, Tränen und Schweiß' zu sagen.“ Für die Interpretation dieser berühmten Churchill-Rede soll es in britischen und amerikanischen Kinos mitunter sogar Ovationen gegeben haben.

Oldman, der seit einigen Monaten in fünfter Ehe mit der Kunstkuratorin Gisele Schmidt verheiratet ist, begeisterte Zuschauer und Kritiker mit seiner Darstellung, die trotz Maske und Polsteranzug authentisch wirkte. „Gary Oldman ist großartig als Churchill“, schrieb die Zeitung „Guardian“. Das britische Filmmagazin „Empire“ schwärmte: „Churchills dunkelste Stunde ist Gary Oldmans Sternstunde“. Für seine Leistung wurde er auch schon mit dem Golden Globe und dem britischen Filmpreis Bafta ausgezeichnet.

Die Mitglieder der Academy, die in den vergangenen Jahren nicht immer dem Trend der Globes folgten, sahen es in diesem Fall genauso und verliehen Gary Oldman die begehrte Trophäe im zweiten Anlauf. Bereits 2012 hatte er für seine Hauptrolle im Agententhriller „Dame, König, As, Spion“ eine Oscar-Nominierung erhalten. Damals ging der Academy Award aber an den Franzosen Jean Dujardin („The Artist“).

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