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Fahrlässige Körperverletzung

Gas-Installateur muss 3000 Euro zahlen

DÜSSELDORF Ein Fehler eines Gas-Installateurs soll dazu geführt haben, dass eine Frau ins Koma fiel und einen Hirnschaden erlitt. Das Verfahren gegen den 41-jährigen Installateur wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde nun eingestellt. Jetzt muss der Mann eine Geldauflage von 3000 Euro zahlen.

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Fünf Wochen nach der Reparatur ihrer Gas-Therme fällt eine Frau mit Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Koma. An der Therme werden schwere Mängel festgestellt.

Das Verfahren gegen den 41-jährigen Gas-Installateur aus Düsseldorf wurde nun eingestellt. Wegen seiner Fehler sei eine Frau mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Koma gefallen. Er soll nun 3000 Euro zahlen.

Laut Anklage hatte der Gas-Installateur bei den Arbeiten in Düsseldorf vor neun Jahren die vorgeschriebene Abgasmessung unterlassen, die Therme nicht gereinigt und Warnhinweise auf eine Fehlfunktion übersehen.  Einen Monat nach den Arbeiten erlitt die Bewohnerin eine schwere Kohlenmonoxid-Vergiftung und einen Hirnschaden. Sie sei sehr lange arbeitsunfähig gewesen. Ihre Katze starb durch das Gas. 

Der Vorfall sei sehr lange her und die Gutachter seien sich nicht einig, begründete Amtsrichter Uwe Heemeyer den Schritt.

Installateur bestreitet Vorwürfe

Doch der 41-jährige Installateur bestritt am Montag vor Gericht die Vorwürfe. Er sei nur mit der Reparatur, nicht mit der Wartung des Geräts beauftragt worden. Die Flamme habe danach normal gebrannt, der Abgas-Rücklauf habe funktioniert. Das Geschehen tue ihm „unheimlich leid“. Möglicherweise sei der Schornstein zwischenzeitlich verstopft gewesen.

Elektronische Abgasmessung nicht vorgeschrieben

Der Installateur hatte an der Gastherme des inzwischen 46-jährigen Opfers mehrere Teile ausgetauscht und dies auch in seinem Arbeitsbericht vermerkt, so die Anklage. Nach dem Austausch habe er aber die vorgeschriebene Abgasmessung unterlassen. Außerdem habe er ignoriert, dass die Therme das Gas mit heller Flammenspitze verbrenne, was auf eine unvollständige Verbrennung hindeute. Zudem habe er die starke Verschmutzung des Lamellen-Blocks der Therme nicht beachtet. Durch die Verschmutzung hätten die Abgase nicht in den Schornstein abgeführt werden können. 

Eine solche elektronische Abgasmessung sei damals noch gar nicht vorgeschrieben gewesen, entgegnete die Verteidigerin. Außerdem sei der Lamellen-Block zum Zeitpunkt der Reparatur noch nicht derart verschmutzt gewesen. Möglicherweise sei zwischenzeitlich ein Vogel in den Kamin gefallen und habe den Abgas-Rückstau und die Verschmutzung verursacht.

Vorfall neun Jahre her

Bei Untersuchungen der Therme sei dann ein massiv erhöhter Kohlenmonoxid-Ausstoß festgestellt worden. Bereits ein Zehntel der Menge hätte zur sofortigen Stilllegung des Geräts führen müssen. Der Vorfall hatte sich bereits vor neun Jahren ereignet. Anklage erfolgte erst drei Jahre später. 

Das Strafverfahren sei längere Zeit wegen eines Zivilverfahrens in gleicher Sache ausgesetzt gewesen, hatte ein Gerichtssprecher berichtet. Das Landgericht hatte den Installateur in einem Zivilverfahren zur Haftung verurteilt, die Berufung vor dem Oberlandesgericht läuft noch. 

von dpa

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