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Gas- und Strompreis steigt

BOCHUM Die Stadtwerke Bochum erhöhen den Gaspreis ab 1. Oktober um 14 Prozent. Für den größten Teil der Kunden ist es die erste Preissteigerung seit Oktober 2006.

14.08.2008

Da der Erdgaspreis mit halbjährigen Verzögerung an den Ölpreis gekoppelt ist, seien die Beschaffungspreise der Stadtwerke für Erdgas enorm gestiegen. Wie im Frühsommer bereits angekündigt, ist der aktuelle Kostendruck so hoch, dass die Stadtwerke die Bezugspreiserhöhungen teilweise weitergeben müssen.

Aufsichtsratsbeschluss

Zum 1. Oktober passen die Stadtwerke den Gaspreis der Produkte StadtwerkeBasis und rewirflamme vario um 1 Cent pro Kilowattstunde (kWh) netto an. Das entspricht einer Steigerung von rund 14 Prozent. Für die Kunden mit den Festpreisprodukten StadtwerkePlus und rewirflamme fix, die von der letzten Preiserhöhung aufgrund der Preisgarantie nicht betroffen waren, wird der Gaspreis um 1,5 Cent/kWh (netto) angepasst. Das hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke am Mittwochabend beschlossen.

Keine Gewinnsteigerung

Einen Gewinn erwirtschaften die Stadtwerke mit dieser Kostenweitergabe nicht. Das bestätigte ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungsunternehmen. "Die Entwicklung auf den Handelsmärkten ist selbst durch große Anstrengungen betriebsinterner Kosteneinsparungen nicht mehr einzudämmen", bedauert Bernd Wilmert (Foto), Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke.

Für einen Bochumer Haushalt mit einem durchschnittlichen Gasverbrauch von 7500 kWh im Jahr ist je nach Gasprodukt mit einer Mehrbelastung zwischen 7,40 Euro und 11,20 Euro pro Monat, einschließlich MwSt, zu rechnen.

Die Strombeschaffung ist ebenfalls von stark steigenden Preisen geprägt. Deshalb kündigt der heimische Versorger eine Preisanpassung der Stromprodukte zum 1. Januar 2009 um 1,2 Cent pro Kilowattstunde an. Das entspricht einer Steigerung von 6,6 Prozent, die bei einem Durchschnittsverbrauch von 2900 kWh pro Jahr zu einer Mehrbelastung von rund 3,45 Euro im Monat führt.

Beteiligungs-Vorteile

Wegen erster wirtschaftlicher Vorteile aus der Beteiligung am Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Hamm-Uentrop ist es den Stadtwerken gelungen, die Preisanpassung um 0,3 Cent zu dämpfen. "Die Stadtwerke Bochum werden alle Möglichkeiten wahrnehmen, um die Bezugspreissituation weiter zu optimieren mit dem Ziel, Preiserhöhungen geringer ausfallen zu lassen", erklärt Bernd Wilmert.

Um in Zukunft unabhängiger von den Preisdirektionen der Vorlieferanten zu werden, beteiligen sich die Stadtwerke Bochum an verschiedenen Kraftwerksprojekten.