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Gebaut vom Polarforscher

LONDON Die „MV Explorer“, die nach dem Zusammenstoß mit einem Eisberg in der Antarktis in Seenot geraten ist, gehört zu den bekanntesten Kreuzfahrtschiffen der Welt.

Gebaut vom Polarforscher

Das Kreuzfahrtschiff "MV Explorer" wurde für Expeditionen im rauen Polarmeer konstruiert.

Gebaut wurde das knapp 2400 Tonnen schwere Expeditionsschiff im Jahr 1969 von dem Polarforscher Lars Eric Lindblad in Finnland. Das nur 75 Meter lange Schiff mit einer speziell gehärteten doppelten Schiffshaut ist besonders wendig und kann selbst kleine Buchten auch unter verschärften klimatischen Bedingungen anfahren. Es ist das erste Passagierschiff, das zur Antarktis reiste und die berühmte Nordwest-Passage durchquerte. Wegen seiner Farbe wird es auch "Little Red Ship" („Das kleine rote Schiff“) genannt.

Im Lauf der Zeit fuhr die „MV Explorer“ unter wechselnden Namen und verschiedenen Besitzern an die abgelegensten Orte des Planeten. Inzwischen fährt sie unter liberianischer Flagge für den kanadischen Reiseveranstalter G.A.P Adventures, der Schiffsexpeditionen an den Nord- und Südpol, nach Grönland und in das Amazonasgebiet im Programm hat und seinen Kunden „Reiseerfahrungen jenseits der ausgetretenen Pfade“ anbietet.

Die „MV Explorer“ wurde 1993 renoviert, das Schiff kann in 52 Kabinen maximal 114 Passagiere und 71 Crewmitglieder aufnehmen. Auf dem 2398-Tonnen-Schiff gibt es einen Pool, einen Fitnessraum, eine Bücherei und eine Sauna. Bei einer Inspektion in diesem Jahr traten mehrere Sicherheitsmängel zutage, wie die auf Schiffssicherheit spezialisierte Zeitschrift „Lloyd's List“ meldete.

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